Cornelius

Zu Hause in Deutschland spiele ich intensiv Unihockey in einem Verein und das wollte ich auch in Australien nicht ändern. Jetzt fragt ihr euch bestimmt, was Unihockey oder neuerdings Floorball ist? Einfach erklärt ist es die Sommerversion von Eishockey. Man spielt es in Sporthallen auf einem Feld, das der Größe eines Handballfeldes entspricht und mit einer Bande eingefasst ist. Im Spiel wird ein kleiner Plastikball mit 26 Löchern durch Carbonschläger bewegt. Eine Mannschaft besteht aus fünf Feldspielern und einem Goalie. Es ist ein sehr schnelles Spiel, bei dem man sehr viel und schnell laufen muss. Deshalb wechseln die Feldspieler häufig mit den Reservisten auf der Bank am Spielfeldrand.

Cornelius 4Bevor ich nach Australien geflogen bin, habe ich mich erkundigt, ob es auch einen Floorball-Club in Brisbane gibt. Glücklicherweise bin ich mit den Story Bridge Devils fündig geworden. Meinem jetzigen neuen Coach und Clubleiter hatte ich noch vor meiner Abreise nach Australien eine E-Mail geschrieben und wurde zu einem Schüffel-Training eingeladen.

Ich habe mich sehr schnell mit meinen neuen Mitspielern angefreundet. Trotz oder wegen eines teilweise zehnjährigen Altersunterschieds waren alle nett zu mir. Interessant war, dass der überwiegende Teil der Trainingspartner auch aus Europa kam. Vertreten waren Spieler aus den Hochburgen des Floorballs wie Schweden, Finnland und der Schweiz, aber auch aus Kanada. Ein bisschen schade für mich persönlich war, dass keiner Deutsch sprechen konnte, was aber um so mehr meinen Englischkenntnissen half.

Im Kontrast zu meinem vorherigen deutschen Trainingsprogramm, in dem ich viermal die Woche trainiert habe und am Wochenende Ligaspiele hatte, war es in Australien wesentlich entspannter. Es gab nur einen wöchentlichen Trainingstermin am Samstag. Allgemein war die Atmosphäre, vielleicht durch den höheren Altersdurchschnitt, viel entspannter und spaßiger als in Deutschland, was anfänglich sehr angenehm war. Nach einer Weile habe ich mich aber durchaus wieder nach einem leistungsorientierteren Training gesehnt. Etwas unglücklich war außerdem, dass das Training ausgerechnet am Sonnabend stattfand. So wurde einer der freien Wochenendtage blockiert und ich konnte nie etwas mit meinen Freunden unternehmen.

Insgesamt war mir ein einmaliges Training für zwei Stunden pro Woche zu wenig. Also habe ich mich entschlossen, meinem Trainer unter die Arme zu greifen und die „Juniors“ (Kinder im Alter von 5 bis 16 Jahren) mittrainiert. Anfängliche Kommunikationsproblemen lösten sich mit der Zeit auf und es gelang mir von Mal zu Mal besser, die kleinen Floorballer gezielt durch die Halle zu scheuchen. Ich glaube, dass letztlich alle Spaß an der gemeinsamen Trainingszeit hatten.

Cornelius 2

Cornelius in der Mitte

Aufgrund der Größe von Australien waren reguläre Punktspiele gegen andere Vereine für uns undenkbar. Deswegen habe ich mich um so mehr auf mein erstes Turnier in Australien gefreut. Im Dezember sind wir als Verein lange zehn Stunden mit dem Auto nach Sydney gefahren, um an den Northern Beaches Open teilzunehmen. Das ist das zweitgrößte Floorballturnier in Australien. In diesem Turnier ging es für mich nur um Spaß und darum, ein paar australische Floorballspieler zu treffen. Nahezu der Höhepunkt des Events war für mich, ein Foto mit zwei australischen Starspielern zu ergattern. Trotz unserer nicht ganz so professionellen Trainingsmethoden haben wir einen guten 3. Platz erkämpft. Insgesamt waren ganze sechs Mannschaften ins Rennen gegangen.

Es war auch noch ein Turnier im April geplant, das aber leider wegen dem Corona-Virus abgesagt werden musste.

Cornelius ist von Juli 2019 bis Juni 2020 am Kelvin Grove State College, Brisbane, Queensland.

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JohannesIn meinem zweiten Blogbeitrag will ich euch einen Einblick in mein Alltagsleben geben. Die Schulwoche am Kawana Waters State College beginnt montags um 8.50 Uhr, über eine Stunde später, als ich das aus Deutschland gewohnt bin. Dieser Rhythmus kommt mir sehr entgegen, weil ich viel ausgeschlafener und fitter in den Tag starte. Ich kann dadurch mehr Wissen aufnehmen und mich besser konzentrieren. Nach der Schule, so gegen 15 Uhr, habe ich meistens Zeit für einen Besuch im nahegelegenen Shoppingcenter und oft geht’s danach mit Freunden noch an den Strand. Meine Schularbeiten erledige ich für gewöhnlich abends nach dem Abendessen, da um 19 Uhr meine Curfew (Erlaubnis, draußen zu sein) endet. Es ist um die Uhrzeit auch schon sehr dunkel, deswegen passt das perfekt für mich.

Nun will ich euch zwei meiner Lieblingsfächer etwas näher vorstellen. Im Fach „Film, Television and New Media“ lerne ich wie man Videos analysiert. Dabei bekommt man viele nützliche Skills und Tricks mit. Seither betrachte ich Videos und Filme aus einer ganz anderen Perspektive. Als Assignment (vergleichbar mit einer kleinen GFS in Deutschland), musste ich ein Video genau untersuchen und es vom Ton, von den Kameraperspektiven, vom Content, von den Schauspielern und von den Schnitten her analysieren und dabei Verbesserungsvorschläge mit einbringen. Ich freue mich voll auf den Beginn des 2. Terms, denn dann darf ich mein eigenes Musikvideo drehen.

Ein anderes Schulfach, welches mir in Australien große Freude bereitet, ist die Teilnahme am „Football Excellence Program“. Pro Woche findet jeweils eine Trainingseinheit auf einem Rasenplatz, in der Sporthalle und dazu eine Theorieeinheit im Klassenzimmer statt, bei der ich viele neue spannende Themen rund um Fußball kennenlerne. Dazwischen fahren wir mit einem Mannschaftsbus zu größeren Turnieren nach Brisbane oder an die wunderschöne Gold Coast. Obwohl ich einer der Jüngsten in dem Oberstufen-team bin, konnte ich mir einen Stammplatz erkämpfen und dank eines tollen Teamspirits den ersten Turniersieg feiern und damit der Mannschaft die Qualifikation für ein großes Turnier in Brisbane sichern.

Australischer Lebensrhythmus 1

Brisbane

Mit Freunden plane ich bereits während der Woche meine Aktivitäten bzw. Ausflüge für die kommenden Wochenenden. Wenn man unter der Woche diszipliniert seine Aufgaben erledigt, dann kann man sein Wochenende verplanen und das Land besser kennenlernen. Von den Ausflügen, die ich unternommen habe, kann ich den zukünftigen Internationals, die ebenfalls an die Sunshine Coast kommen, folgende Ziele sehr empfehlen: besucht den Australia Zoo, besteigt den Mount Coolum und wandert zu den Buderim Waterfalls. Natürlich sollte auch ein Besuch in dem ca. 80 km entfernt liegenden Brisbane nicht fehlen. Dort empfehle ich auf jeden Fall einen Abstecher in die Eat Street Northshore, einem vielseitigen Street Food Markt. Dort kann man köstliche regionale sowie internationale Spezialitäten finden, die man so bei uns nicht kennt. Diese Empfehlungen sind meine absoluten Favoriten aus einer ganzen Reihe von Ausflügen, die ich in den ersten zwei Monaten unternommen habe.

Australischer Lebensrhythmus 2

Blick auf die Glasshouse Mountains

Nicht weit entfernt von meiner Schule gibt es schöne Sandstrände mit frei zugänglichen Barbecue Plätzen. Freitags und samstags gibt es regelmäßig selbstorganisierte Treffen mit Internationals aus den verschiedensten Ländern, die zum Teil unterschiedliche Schulen besuchen, dazu kommen aber auch australische Mitschüler, eine perfekte Gelegenheit, um neue Freundschaften zu knüpfen.

Morgens vor der Schule ist es meistens nicht so heiß und deshalb nutze ich ab und zu die Gelegenheit, um am nur fünf Minuten von meinem Wohnort entfernten Strand zusammen mit meinem mexikanischen Gastbruder joggen zu gehen. Aktuell im April befinden wir uns hier schon im australischen Herbst und das ist nach Meinung meiner Gasteltern die beste Jahreszeit für sportliche Aktivitäten, weil es nicht mehr ganz so heiß ist und das Wetter konstant gut bleibt. Manchmal verabrede ich mich schon frühmorgens mit Freunden am Strand, um den unglaublich schönen Sonnenaufgang zu genießen. Danach machen wir einen längeren Spaziergang oder frühstücken gemütlich zusammen. Da abends schon früh die Sonne untergeht und ich dann meistens noch am Strand bin oder im Meer bade, sehe und genieße ich dort auch öfters den Sonnenuntergang. Die Farben leuchten dabei immer sehr kräftig und strahlend. Auf mich wirkt das sehr intensiv und irgendwie auch ein bisschen magisch. Dazu spürt man rund um die Uhr die gechillte Lebenseinstellung der Australier. Eine Stimmung, die ich so in Deutschland nicht kenne.

Mittlerweile ist auch in Australien das Coronavirus angekommen und ein großes Gesprächsthema geworden. Ein größerer Teil der Internationals ist abgereist und neue Schüler aus dem Ausland durften nicht mehr kommen. Mein Zwillingsbruder und ich haben zusammen mit unseren Eltern die Situation ausführlich bewertet und uns dann entschieden, wie geplant auch den zweiten Term zu absolvieren. Die Schule und meine Gasteltern nehmen die Situation sehr ernst, es gibt ähnlich strenge Regeln wie in Deutschland. Trotz allen Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie empfinde ich die Zeit hier aktuell noch als sehr schön, nur eben auf eine andere Art als bisher. Anstatt mit Freunden verbringt man jetzt viel mehr Zeit mit der Familie, geht eigenen Interessen nach, für die man endlich mal genug Zeit hat und kommt gut zur Ruhe. Ich habe die Tage genutzt, um kochen zu lernen und verbringe sehr viel Zeit mit meinen Gastbrüdern aus Australien und Mexiko. Ich bin sehr gespannt, wie es in den nächsten Wochen weitergeht. Der zweite Term startet nach den Osterferien erst einmal im Online-Modus, doch ich hoffe, dass es bei den strengen Regeln und Hygienevorschriften der Australier mit im Vergleich zu Europa deutlich geringeren Fallzahlen in ein paar Wochen zu  Lockerungen kommt und wir wieder mehr Freiheiten haben werden.

Johannes ist für ein halbes Jahr am Kawana Waters State College, Sunshine Coast, Queensland

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Julian

Jetzt bin ich schon seit fast drei Monaten in Australien und konnte bisher jeden Augenblick genießen. Der Einstieg in die Schule verlief besser als gedacht und mein Verhältnis zur Gastfamilie ist sehr gut.

Nach dem Ende des ersten Terms kann ich sagen, dass ich mich sprachlich richtig gut weiterentwickelt und meinen Wortschatz deutlich erweitert habe. Mir fällt es jetzt viel leichter, mit den Australiern in ein längeres Gespräch zu kommen, einem Fernsehfilm folgen zu können oder ein englisches Buch zu verstehen. In der Schule habe ich in den vergangenen zehn Wochen einiges gelernt.

Im Fach “Fashion“, das mich sehr interessiert, haben wir die 1920er Jahre behandelt: Welche Designer diese Ära geprägt haben, was in der Mode angesagt war und vieles mehr. Außerdem habe ich auch Nähen gelernt.

In “Sports and Recreation“ haben wir uns intensiv mit dem Softball-Spiel beschäftigt und uns um Ernährungsthemen gekümmert. Mein Assignment (schriftliche Semesterarbeit in einem Fach – ähnlich wie eine kurze GFS in Deutschland) bestand daraus, für einen Softballspieler einen speziellen Ernährungsplan zu erstellen.

Ein weiteres Fach, das ich gewählt habe, ist Volleyball. Ich habe die Volleyball-Regeln gelernt, meine Technik verbessert und taktisch einiges dazu gelernt. Diese Sportart macht mir sehr viel Spaß, deswegen nutze ich oft die Gelegenheit, mit meinen Freunden hier am nahegelegenen Strand Volleyball zu spielen. Während der letzten beiden Wochen des Terms sind wir in diesem Fach mit der ganzen Klasse ins Fitnessstudio gegangen und haben Übungen gemacht, um die Sprungkraft zu verbessern. Für mein Assignment habe ich die erforderlichen Fitnesskomponenten in Volleyball genauer untersucht und einen eigenen Trainingsplan mit Übungen entworfen, um meine Leistungsfähigkeit in dieser Sportart zu verbessern.

Surfbrett-Pflege

Mit den Themen „Workplace health and safety“ und  „How to write a resume / memo“ haben wir uns im Fach Englisch befasst. Mich haben diese Themen sehr interessiert und ich bin überzeugt, dass ich dieses Wissen nach meiner Rückkehr nach Deutschland im Sommer bei einem Ferienjob, so der Plan, für mich nutzen kann.

Und jetzt möchte ich berichten, was ich in der Freizeit so mache: Vor kurzem habe ich mir ein Surfboard gekauft. Nach Möglichkeit versuche ich drei-  bis viermal die Woche mit Freunden am Alexandra Headland Beach surfen zu gehen. Manchmal gehen wir morgens schon früh los und surfen dann den ganzen Tag. Es ist sehr anstrengend, aber es macht richtig viel Spaß und man sieht schnell die Fortschritte.

Wenn ich abends Zeit habe, genieße ich die wunderschönen Sonnenuntergänge. Im Vergleich zu Deutschland geht die Sonne hier deutlich früher unter.

Leben an der Sunshine Coast 3

Fütterung der Krokodile

Zusammen mit meinem Zwillingsbruder war ich im Australia Zoo. Es war ein unvergesslicher Tag! Ich hatte die Möglichkeit, einen Koalabären, einen Alligator und eine Schlange auf den Arm zu nehmen. Sogar Kängurus konnte ich streicheln. Es gibt dort sehr viele verschiedene Tiere, die es in dieser Vielfalt in deutschen Zoos nicht gibt. Man muss einen kompletten Tag dafür einplanen, da man viel Zeit benötigt, um alle Tiere sehen zu können.

Zusammen mit Freunden habe ich auch den Buderim Waterfall angeschaut. Wir waren dort im angenehm kühlen Wasser und entspannten uns von der Hitze des australischen Sommers. Neben dem Wasserfall ist ein wunderschöner Platz, wo man sich hinsetzen und picknicken kann.

Leben an der Sunshine Coast 5

Holi-Festival in Brisbane

Der Besuch eines Holi-Festivals zusammen mit Freunden in Brisbane war für mich ein unvergesslicher Tag! Ein DJ sorgte für coole Musik, während wir Farbpulver, welches wir gemeinsam mit einem weißen T-Shirt vor Ort kaufen konnten, in die Luft warfen um am Ende ein ganz besonderes Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen zu können.

Neulich hat mich mein australischer Gastbruder abends in seinem Boot mitgenommen, um auf Fischfang zu gehen. Dabei hatte ich die Gelegenheit, ihn und sein Leben etwas besser kennenzulernen. Der Abend war sehr schön, auch wenn wir bis am Ende des Tages leider keinen Fisch gefangen hatten.

An den Wochenenden gehe ich öfters mit Freunden in ein Restaurant. Danach besuchen wir ab und zu einen Skatepark und schauen den Skatern zu.

Wie überall auf der Welt hat die Corona-Pandemie auch das Leben in Australien verändert. In den letzten zwei Schulwochen kamen anstelle der üblichen 20 nur drei bis vier Schüler zum Unterricht. Ich bin gespannt, wie es nach den Osterferien weitergeht. Die Ausgehregeln hier sind ähnlich wie in Deutschland. Ich darf nur noch zum Einkaufen oder für meine sportlichen Aktivitäten das Haus verlassen. Ich erledige alle Schulaufgaben von zu Hause aus, gehe jeden Tag joggen und nutze die Zeit, um neue Dinge auszuprobieren. Letztens habe ich mir eine Isomatte gekauft, um im Garten regelmäßig „Workouts“ zu machen und danach geht’s zu Abkühlung in den eigenen Pool.

Meine Gastmutter nimmt sich Zeit, mir kochen beizubringen und beschäftigt mich in der Regel morgens im Garten. Abends schauen wir als Gastfamilie einen Film an oder spielen zusammen Karten. Jeden Nachmittag treffen wir uns mit zwei Nachbarn, setzen uns in 1,5 m Abstand vor dem Haus zusammen, reden und essen Snacks. Zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört es mit dem Hund eine Runde laufen zu gehen. Das ist eine tolle Gelegenheit, regelmäßig an die frische Luft zu kommen.

Ich bin sehr gespannt, wie es nach den Osterferien mit der Schule und dem Leben hier in Australien weitergeht.Leben an der Sunshine Coast 4

Julian ist für ein halbes Jahr an der Mountain Creek State High School, Sunshine Coast, Queensland

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JohannesDer Abschied von meiner Familie und meinen Freunden fiel mir echt schwer, weil ich gefühlt alles zurücklasse, was ich liebe, um mich zusammen mit meinem Zwillingsbruder in ein komplett neues Abenteuer zu stürzen. Ich verabschiedete mich ausführlich und fuhr mit meiner Familie am 19. Januar 2020 zum Flughafen nach Frankfurt. In Deutschland war das Wetter an diesem Tag winterlich kalt mit Schneefall.

Am Gate trafen wir schon eine erste Mitreisende von Highschool Australia, die mit uns über Dubai nach Brisbane flog. Wir haben uns entschieden, die Reise ohne Flugbegleitung zu buchen und haben uns im Vorfeld als Gruppe mit sieben Schülern organisiert und die Flugzeiten abgestimmt. Von Anfang an war ich also nie alleine und knüpfte bereits erste Freundschaften am Flughafen. Mein Zwillingsbruder und ich hatten ein riesiges Glück. Wir bekamen kurz vor dem Abflug völlig unerwartet ein kostenloses Upgrade für die Business Class im Oberdeck einer A380 bis zur Zwischenlandung in Dubai. Das war ein unglaublich toller Start in unser Abenteuer. Der Flug verlief sehr ruhig und angenehm mit perfekter Verpflegung und Unterhaltung. Es gab eine coole Lounge mit einer großen Bar im Flugzeug, wo man sich jederzeit weitere leckere Verpflegung holen, gemütlich stehen und sogar neue Kontakte mit gechillten Mitreisenden knüpfen konnte.

Wir fanden uns im Flughafen in Dubai sehr gut zurecht und konnten bei Bedarf immer jemanden fragen. Das Flughafenpersonal war außerdem sehr bemüht. In Dubai trafen dann nach und nach die weiteren Mitreisenden von Highschool Australia ein, die in Wien, München und Hamburg gestartet waren und dann zusammen mit uns nach Brisbane flogen. Diese Reise ohne Begleitung war echt gar kein Problem und wir bekamen alles sehr gut organisiert. Als alle eingetroffen waren, gingen wir nach dem langen Flug in ein Restaurant und lernten uns dort ausführlicher kennen. Es war sehr spannend, andere Jugendliche zu treffen, die sich in dasselbe Abenteuer stürzen, gleich alt sind und gleiche, ähnliche oder andere Erwartungen und Wünsche für den Auslandsaufenthalt haben.

Der Zielort der Einzelnen lag entweder an der Sunshine Coast oder an der Gold Coast. Mein Bruder und ich haben uns für die eher ruhigere Sunshine Coast entschieden, dies lag aber auch an den ausgewählten Schulen. Julian besucht die Mountain Creek High School und ich das nur wenige Kilometer entfernte Kawana Waters State College. Auf uns wartete am Flughafen ein Abholservice, mit dem wir dann zu unserer Gastfamilie gefahren wurden. Jeder war nervös und sehr erschöpft von der langen Reise. Meine Gastfamilie wohnt glücklicherweise direkt am Meer. Die Familie empfing mich herzlich und machte zu Beginn eine Hausführung. Ich habe insgesamt sechs Gastgeschwister, jedoch wohnen nur noch die beiden Jüngsten zu Hause. Die beiden sind ebenfalls Zwillinge (Mann und Frau), doch mit Anfang 20 schon etwas älter als ich.

Ich verstehe mich mit meinem Gastbruder extrem gut, da wir dieselben Hobbys und Interessen haben. Vor allem in den ersten Tagen, als ich noch niemanden kannte, unternahm er sehr viel mit mir und zeigte mir vieles in der Umgebung. Dafür war ich ihm sehr dankbar. Das Englisch der Australier unterscheidet sich schon deutlich von der Aussprache zu unserem Schulenglisch. Man gewöhnt sich aber nach ein paar Tagen recht schnell daran. Am Anfang ist mir das Verstehen nicht leicht gefallen, doch wenn man freundlich nachfragt, dann helfen die Australier einem sehr gerne.

In den ersten Tagen war ich wegen des Jetlag und dem heißen Sommerwetter sehr erschöpft. Die Temperaturumstellung betrug ca. 35 Grad (von -5°C auf +30°C). Ich selbst bin eine Woche vor Schulbeginn angereist, um mich daran zu gewöhnen. Das kann ich jedem nur empfehlen, da man sich so etwas erholen und organisieren kann. Ein paar Tage später kam noch ein weiterer mexikanischer Austauschschüler in meine Familie. So konnten wir die letzten Ferientage noch zusammen verbringen und waren am ersten Schultag nicht alleine.

Als es soweit war, wurden wir von unserer Gastmutter zur Schule gebracht und kauften uns zuerst eine Schuluniform, da man mit seinen eigenen Klamotten nicht in die Schule gehen darf. Was das Anziehen anbelangt, sind die Vorschriften sehr streng. Dies ist eine für mich komplett neue Erfahrung und nicht vergleichbar mit dem, was ich in Deutschland gewohnt war.

Mein mexikanischer Gastbruder und ich lernten schnell andere Internationals kennen. Die meisten kommen aus Deutschland und Österreich. Mitschüler aus Südamerika (Mexiko, Chile und Brasilien) sind ebenfalls gut vertreten. Schnell wurde eine Clique gebildet und wir verabredeten uns nach der Schule in einem Shoppingcenter oder am nahegelegenen Sandstrand. Als International ist es nicht einfach, sich mit australischen Mitschülern anzufreunden, da sie die „Neuen“ erst mal scannen und oft schon ihre eigene Clique haben. Das habe ich mir tatsächlich anders vorgestellt.

Da ich aber Fußball liebe und in Deutschland drei Jahre Leistungsfußball gespielt habe, fiel im Vorfeld meine Entscheidung auf eine Schule mit einem „Excellence Program“ für Fußball. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich in das Programm aufgenommen wurde und damit Fußball auch als Schulfach mit zwei Trainings- und einer Theorieeinheit habe. So ist es dann leichter mit den einheimischen Jungs ins Gespräch zu kommen. Ich freue mich schon auf die anstehenden Spiele und Turniere, eine Möglichkeit mehr, das Land kennen zu lernen.

Die Schule ist hier komplett anders organisiert als in Deutschland und vieles läuft über das Internet bzw. über den PC. Da man die Fächer hier eigentlich selbst wählen kann, nimmt man auch diejenigen, die einen sehr interessieren und deshalb macht die Schule hier auch mehr Spaß. Viele Fachbegriffe sind am Anfang in den Fächern sehr schwer zu verstehen, doch das verbessert sich von Tag zu Tag. An das australische Leben habe ich mich hier sehr schnell gewöhnt.

Die Schule ist mit dem Fahrrad von meiner Unterkunft aus schnell zu erreichen. Gemeinsame Ausflüge mit neuen Freunden in einen Nationalpark, in das Shopping-Center oder an den Strand gefallen mir hier sehr und ich genieße hier das Leben in vollen Zügen, jeden Tag aufs Neue.

Johannes ist für ein halbes Jahr am Kawana Waters State College, Sunshine Coast, Queensland

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Cornelius

Nachdem ich mein erstes Semester in Australien absolviert hatte, ging es in die hochverdienten Sommerferien. Die ersten zwei Wochen habe ich zum größten Teil zu Hause im Pool verbracht, einfach nur, um die enorme Hitze zu überleben. Meine Gastmutter pflegt immer zu sagen: „Ein Haus in Australien hat entweder einen Pool oder eine Klimaanlage, beides wäre am besten.“

Wenn ich nicht im Pool planschte, habe ich mich mit Freunden getroffen und neue Aktivitäten ausprobiert. An einem Tag haben wir uns zum Angeln verabredet. Ursprünglich wollten wir Tintenfische fangen, was wir jedoch nach einer Weile aufgegeben haben. Auch die folgenden Versuche, irgendwelche Fische zu angeln, sind leider erfolglos geblieben. So sind wir mit leeren Händen nach Hause gefahren.

Mitte Dezember sind meine Eltern aus Deutschland gekommen, um mit mir das Weihnachtsfest zu verbringen und sich all die Dinge hier vor Ort anzusehen, die sie bisher nur aus meinen Berichten kannten. Außerdem wollten wir gemeinsam durch einen Teil von Australien reisen, um das Land kennen zu lernen. Mein Vater hatte zuvor eine Reiseroute festgelegt.

Die erste Station war Brisbane, wobei ich für die Ausflüge verantwortlich war. Das war nicht so einfach, da ich aus eigener Erfahrung die Probleme mit der Zeitumstellung gut in Erinnerung hatte. Da es sehr gut ist, den ersten Tag gleich maximal zu nutzen, haben wir die Innenstadt besucht. Den Rest der ersten Woche füllten Ausflüge nach Stradbroke Island, den Australian Zoo und Byron Bay. Danach konnte ich endlich die Fremdenführerrolle etwas abgeben und die große Reise begann. Da ich definitiv nicht alles aufzählen kann, hier meine Highlights der Reise:

Unser nächstes Ziel war Airlie Beach. Von dort aus fuhren wir per Schiff zu den Whitsundays. Das ist eine Inselgruppe mit schneeweißen Stränden und einer beeindruckenden Tierwelt. Beim Schnorcheln haben wir die verrücktesten Fische gesehen. Mein persönlicher Höhepunkt war eine Meeresschildkröte, die kurz vor unserem Boot aufgetaucht ist. Am Ende der Tour haben wir eine Höhle der Aborigines mit alten Malereien erkundet.

Weihnachten haben wir in einem Ressort in der Nähe von Cairns verbracht. Es war echt ein kleiner Kulturschock, Weihnachten ohne richtigen Tannenbaum und bei mehr als 30°C zu feiern. Heiligabend gab es das Abendbrot unter dem Sternenhimmel. Wir konnten einen verzaubernden Anblick genießen, da es keine anderen Lichter weit und breit gab. An den Weihnachtsfeiertagen haben wir dann verschiedene Aktivitäten untergenommen. Eine davon hat es mir besonders angetan: das Offroad-Quad fahren. Wir sind mit 80 Sachen durch das Outback gebrettert. Für mich, der auch ohne Führerschein mal ans Steuer durfte, war das natürlich eine große Sache.

Zum Jahreswechsel sind wir nach Melbourne geflogen. Es war schon eine tolle Erfahrung, das Neue Jahr viel zeitiger als meine Freunde in Deutschland begrüßen zu dürfen. Ich glaube, unsere Bekannten in Deutschland haben sich schon ein bisschen gewundert, als sie zehn Stunden früher als üblich unsere Neujahrsgrüße erhielten. Unser Neujahresausflug ging zu einem Picknickplatzt etwa eine Stunde außerhalb von Melbourne. Neben der Möglichkeit, selbst etwas zu essen, konnte man dort auch einheimische Vögel füttern. So konnte ich dort den ersten frei lebenden Kakadu auf meiner Schulter begrüßen, was eine echt tolle Erfahrung war.

Nach Melbourne stand Tasmanien auf dem Reiseplan. Dort hat mich vor allem die Vielfalt der Tierwelt beeindruckt: Pinguine, Wombats, Pademelons, Echidnas sind nur eine Auswahl an Tieren, die wir in freier Wildbahn beobachten konnten. Leider war ich für das vorherrschende Klima nicht so gut ausgerüstet. In der Nacht waren es nur 4 Grad und am Tag hat das Thermometer gerade so die 22 Grad überschritten. Da ich aber die heißen Temperaturen von Queensland gewöhnt war, fehlten im Gepäck die notwendigen warmen Sachen.

Das letzte große Reiseziel war Sydney. Nach der Landung wurden wir aber erstmal geschockt, als dichte Rauchschwaden den Himmel verdeckten und es überall nach Verbranntem roch. Wir hatten aber Glück, denn am nächsten Tag änderte sich das Wetter und wir konnten das berühmte Opernhaus von Sydney bewundern. Wir haben an einer Führung teilgenommen. An der Oper hat mich vor allem die architektonische Geschichte interessiert. Später sind wir dann noch durch die Innenstad geschlendert und haben die Metropole auf uns wirken lassen.

Leider war es dann schon wieder Zeit, die Heimreise anzutreten. So sind wieder Richtung Brisbane gefahren. Von dort reisten meine Eltern wieder zurück nach Deutschland und auch meine zwei Monate Ferien neigten sich dem Ende zu.

Cornelius ist von Juli 2019 bis Juni 2020 am Kelvin Grove State College, Brisbane, Queensland.

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Maja

Jeder neue Tag ist eine weitere Erfahrung für mich. Heute will ich euch einmal auf einen ganz normalen Tagesablauf unter der Woche mitnehmen. Heute, ein Donnerstag.

Der Wecker klingelt meistens gegen 7:15 Uhr, aufgestanden wird dann um 7:30. Völlig entspannt mache ich mir mein Frühstück und meinen Lunch für die Schule. Es ist wirklich sehr angenehm morgens. Erstens, weil die Sonne fast immer scheint und man da gleich mit anderer Motivation in den Tag steigt. Und zweitens, da die Schule hier erst um 8:50 beginnt, hat man nicht so viel Stress und bekommt ein wenig mehr Schlaf. Um 8:25 mache ich mich auf den Weg zur Schule. Meistens nehme ich das Fahrrad, denn das braucht nur 20 Minuten.

Majas Wochentag 2Jeden Morgen haben wir eine sogenannte ,,Homegroup“, was praktisch meine feste Klasse ist. Dort werden in zehn Minuten die Anwesenheit kontrolliert und alle wichtigen Informationen überbracht. Um 9:00 Uhr beginnt schließlich die erste Unterrichtsstunde (Period 1), für mich heute Food and Nutrition, und jeder geht von seiner Homegroup in den Kurs, den er auf dem Stundenplan stehen hat. Eine Unterrichtsstunde dauert 70 Minuten, und pro Tag belegen wir vier verschiedene Fächer. Jedes Fach hat sein eigenes Gebäude, was bedeutet, die Schule hält uns fit, weil wir um Unterrichtsstunden zu wechseln über diesen wahnsinnig großen Campus laufen müssen.

Nach der zweiten Unterrichtsstunde (Period 2), English, haben wir ,,Morning-tea“, unsere erste und 40-minütige Pause. Anschließend geht es in Period 3, in der heute Sportunterricht auf meinem Stundenplan steht. Zurzeit spielen wir Badminton. Nach Period 3 ist Lunchtime, das sind nochmal 20 Minuten Pause, bevor es in den letzten Unterricht geht (Period 4), heute Aquatics Pursuits, Surf Theorie. Nun endlich Schulschluss.

Majas Wochentag 4Nach der Schule gehe ich entweder ins Fitnessstudio, an den Strand (surfen, schwimmen) oder mit Freunden in die Shoppingmall. Dann fahre ich nach Hause und es gibt Abendessen, was ich meistens mit meiner Gastmutter zusammen zubereite. Nach dem Abendessen schau ich, ob ich etwas für die Schule zu tun hab. Wenn ja, erledige ich das und wenn nicht, gehe ich meistens noch um den See hier in meiner Wohngegend entlang.

Meistens falle ich am Abend todmüde ins Bett, denn die Sonne macht müde, aber auch glücklich.

Maja ist für drei Terms am Kawana Waters State College , Sunshine Coast, QLD

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Maximilian

Sechs Wochen lang war ich jetzt unterwegs und habe mir mit meiner Familie, die aus Deutschland angereist war, den Südosten Australiens angesehen. Dabei haben wir rund 5.000 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt. Das ist in etwa zu vergleichen mit der Strecke Köln – Moskau und zurück. Oder, in unserem Fall, von Noosa bis nach Portland.

Unsere Reise hat auch genau so angefangen, nämlich im Auto. Nachdem wir alle Koffer in das Auto verladen hatten und der Kofferraum bis auf den letzten Zentimeter gefüllt war, waren wir erstmal geschockt. Obwohl wir wirklich alle nur das Nötigste mitgenommen hatten. Zum Glück konnten wir noch zwei Koffer bei Freunden unterbringen, sonst hätte unser Kofferraum vorne und hinten nicht gereicht.

Jetzt am Ende der Reise kann ich klar sagen, dass wir alle wohl viel zu viel dabei hatten. Vier paar Schuhe, nämlich Wander-, Sport-, Wechsel-, und normale Schuhe, wären bei Weitem nicht nötig gewesen. Auch Dinge wie eine Backform haben sich am Ende als wenig hilfreich herausgestellt. Eigentlich reicht es, wenn man nur so viel mitnimmt, wie man für vier Tage brauchen würde. In den meisten Unterkünften, in denen wir waren, gab es nämlich eine Waschmaschine und auch bei den Schuhen zieht man meistens nur ein Paar an. So haben wir wohl eine Menge Zeug durch Australien spazieren gefahren. Das hat uns aber keinesfalls davon abgehalten, nicht eine tolle Reise zu haben.

Byron Bay

Und so ging es gleich für mich ans Lenkrad. Ich sollte die erste Etappe bis nach Byron Bay fahren. Also hieß es, das „Fünfmeter-Schiff“, das gleich nach dem Kauf den Beinamen „Panzer“ bekommen hatte, auf die Autobahn zu bekommen. Ich war nicht wirklich aufgeregt, da ich schon öfters vorher gefahren war, aber einen Unfall am Anfang der Reise wollte ich auch nicht provozieren.
Jetzt nach Stunden im Auto kann ich sagen, Autofahren in Australien ist einfach. Die meisten hier fahrenden Autos haben ein Automatikgetriebe, das heißt, das Auto nimmt einem schon mal den schwierigsten Teil ab. Auf den Autobahnen ist wenig los und es gilt fast überall das ermüdende Tempolimit von 110 km. Trotzdem sollte man wachsam bleiben, denn wer das Tempolimit auch nur minimal überschreitet, kann mit heftigen Strafen rechnen. Autofahren macht mit Tempolimit weit weniger Spaß und dauert zudem viel länger. Manchmal habe ich mir einfach nur gewünscht, ich könnte den Autopiloten einschalten und das Auto würde selber fahren.

Um so mehr freue ich mich schon, in Deutschland, dem einzigen Land ohne Tempolimit weltweit, fahren zu dürfen. Nur in den großen Städten wie Sydney kann es schon mal spannender werden. Es herrscht viel mehr Verkehr und die Menschen fahren aggressiver. Als Familie haben wir uns aber immer mal abgewechselt. Gerade in den Städten fühle ich mich noch ein bisschen unsicher und da haben dann meine Eltern übernommen.

Dazu ist zu sagen, der australische Führerschein ist einfach zu bekommen und nicht ansatzweise mit dem Zeitaufwand für eine deutsche Fahrerlaubnis zu vergleichen. Ich musste lediglich einen Online-Test machen, für den ich drei Tage gelernt hatte. Danach habe ich mir zwei L-Plates (Tafeln, die man vorne und hinten ans Auto kleben muss, damit andere Fahrer wissen, dass man ein „Lerner-Driver“ ist) im Dollar-Shop gekauft und schon durfte ich fahren. Anfangs zwar nur mit Begleitung der Eltern, aber wenn alles gut geht, kann ich im August meine Fahrprüfung machen, ohne jemals eine Fahrschule besucht zu haben, und hätte dann einen gültigen Führerschein. Auch für Deutschland.

Byron Bay Lighthouse

Nach 300 Kilometern sind wir dann in Byron Bay angekommen. Australiens östlichster Punkt ist nicht nur wunderschön gelegen, er verfügt auch über eine florierende Hippie-, Kunst- und Street-Art Szene. Außerdem ist Byron Bay sehr beliebt bei Surfern und jungen Leuten, die bis spät in die Nacht zusammen musizieren und feiern. Mit meinen Eltern hieß es aber eher Sightseeing, und so haben wir uns bei unserem Aufenthalt auf den Strand und den Lighthouse-Walk beschränkt.

Dazu sagen meine Fotos mehr, als ich je schreiben könnte, und lasse es bei meiner Meinung, dass Byron Bay ein echtes Highlight ist. Für mich auf jeden Fall ein Ort, den ich gerne nochmals besuchen würde, dann aber mit Besuch eines Festivals, von denen es hier jährlich zahlreiche gibt. So wurde beim „Byron Bay Music Festival“ die australische Künstlerin Tones and I entdeckt, die kürzlich in über 30 Ländern mit „Dance Monkey“ Platz eins belegte.

Dorrigo Nationalpark

Auf unserer Reise ging es dann erst mal weiter ins Inland. In Dorrigo, einem 1.000 Einwohner Ort umgeben von Bergen und Regenwald, haben wir unseren nächsten Stopp gemacht, um den gleichnamigen Dorrigo Nationalpark zu erkunden. Über gutausgebaute Wanderpfade ging es durch einen riesigen Regenwald, in dem viele Tiere noch ihr natürliches Umfeld finden und durch wenig Einfluss des Menschen ein fast ungestörtes Leben führen. So auch die vielen Echsen, Schlangen und Insekten, die wir hier gesehen haben. Zudem kann man neben zahlreichen Wasserfällen auch den atemberaubenden Ausblick über die bewaldeten Berge bestaunen. Sogar als World Heritage ist der Park schon gelistet. Nach zwei Tagen Natur ging es dann weiter über die Zwischenstopps Coffs Harbour und Nelson Bay zum krassen Gegensatz von Dorrigo: Sydney.

Sydney

Wenn ich mir nur ein Ziel auf meiner Reise nach Australien hätte aussuchen dürfen, wäre meine Wahl ohne langes Nachdenken auf Sydney gefallen. Die größte Stadt Australiens hat eigentlich alles, was man erwartet, wenn man eine australische Stadt besucht. Sydney ist modern, multikulturell, verfügt über die beliebtesten Sehenswürdigkeiten sowie strahlende Strände. Und so ging es auch mir, Sydney hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Der Wow-Effekt, wenn man das erste Mal live vor dem „Opera House“ steht und nur eine Kopfdrehung weiter die Harbour-Bridge sieht, ist unbeschreiblich. Jetzt hat man es endlich geschafft, man steht vor dem Herz Australiens. Und so kann ich wirklich von einem Höhepunkt unserer Reise sprechen.

Sydney Opera House

Doch auch abseits der Hauptattraktionen hat Sydney einiges zu bieten. Wer die Unterwasserwelt Australiens eindrucksvoll erleben möchte und keine Zeit für eine Schnorchel-Tour hat, der wird beim Besuch des „Seaworld“ wahrscheinlich auf seine Kosten kommen. Ich fand auch, dass die Free-Bustour, die zwar mit einem Preis von 18 Dollar nicht komplett free war, dafür aber immer noch 60 Prozent günstiger als alle anderen Bus-Touren, eine lohnenswerte Investition war. Denn bei dieser erfährt man viel über geschichtliche Hintergründe sowie lokale Gegebenheiten und sieht nebenbei noch die wohl wichtigsten Attraktionen.

Ganze sieben Tage waren wir in Sydney und so blieb auch noch Zeit für das Maritime-Museum, in dem man sich beim Erkunden der Endeavour (einem Erkundungsschiff), wie der Entdecker Australiens James Cook fühlen konnte. Ich könnte diese Liste wohl noch lange weiterführen, denn auch Fischmarkt, Botanische Gärten oder das Powerhouse-Museum kann ich jedem empfehlen. Im Endeffekt unterstreichen sie aber alle, wie vielseitig Sydney ist. Am Ende unserer Zeit in Sydney habe ich dann noch den perfekten Ort für ein Foto gesucht und kann jetzt jedem den Gang zum „Mrs Macquaries Chair“ empfehlen, der wohl den besten Ausblick, auf Skyline, Opera House und Harbour Bridge bietet. Und so endete unsere Zeit in Sydney an Heiligabend mit einer fünfstündigen Fahrt in die Snowy Mountains.

Mount Kosciuszko

Unsere Weihnachtsfeiertage verbrachten wir im kleinen Skiort Crackenback, der nur wenige Kilometer vom Dach Australiens, dem Mount Kosciuszko entfernt liegt. Im australischen Winter sind die Berghänge hier meist von Schnee bedeckt und aus ganz Australien strömen dann Ski-Begeisterte in den kleinen Ort, um die vielen Abhänge des Ski-Resorts zu befahren. Im Sommer dagegen ist der Schnee geschmolzen und stattdessen haben wir viele Wanderer und Mountainbiker getroffen, die die wunderbare Ruhe in den Bergen und das Alpenflair genießen. Unsere Weihnachtsfeierlichkeiten stellten sich dieses Jahr stark verkürzt dar und so haben wir nur Heiligabend weihnachtlich verbracht.

Mount Kosciuszko

Denn schon am nächsten Tag hieß es: hoch auf den höchsten Berg Australiens, den Mount Kosciuszko. Dessen Besteigung bestand aus einer zehnminütigen Liftfahrt und einem anschließenden 13 Kilometer Walk, bis man auf der Spitze des 2.228 Meter hohen Berges angekommen war. Das war eines der Ziele, die ich unbedingt erreichen wollte, und es war ein unvergesslicher Moment auf dem Dach Australiens. Auch die Tiere scheinen die Natur in der alpinen Region zu lieben und so haben wir zahlreiche Rehe, Kängurus aber auch Brumbies (wild lebende Pferde) gesehen. Nur die Wombats, deren Höhlen man beim Wandern ständig antrifft, sind uns nicht über den Weg gelaufen.

Melbourne

Unser Weg führte dann erst mal weiter über den Zwischenstopp Albury nach Melbourne. In Victorias Hauptstadt hatten wir uns über Sylvester eine kleinere Wohnung in Stadtnähe gemietet. Die ersten zwei Tage waren bei knapp über 40 Grad nur in der Wohnung bei laufender Klimaanlage zu ertragen und so verbrachten wir einige Zeit mit Monopolyspielen.

Melbourne

Letztendlich haben wir uns doch dazu entschlossen, die Stadt zu erkunden und unsere Zeit zu nutzen. An Melbourne haben mir besonders seine vielen kleinen Gassen und Nebenstraßen gefallen, in denen sich viele interessante Cafés und Läden verstecken. Auch Flinders Station oder die Skyline vom Eureka-Skydeck haben wir uns natürlich angeguckt. Es hätte wahrscheinlich noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten gegeben, die wir uns hätten ansehen können, aber insgesamt ist Melbourne weit weniger vielseitig als Sydney.

Vielleicht haben wir einfach zu wenig Zeit in Australiens zweitgrößter Stadt verbracht, aber selbst das Feuerwerk an Sylvester fand ich weit unspektakulärer als in meiner kleinen deutschen Heimatstadt Northeim. Mit Sydney kann Melbourne deshalb für mich nicht mithalten. Es gab weit weniger zu entdecken und auch der Wow-Faktor bei den meisten Sehenswürdigkeiten fehlte. Während die Skyline in Sydney eher eine Nebenattraktion war, sollte sie hier als Hauptattraktion herhalten.

Unsere Zeit in Melbourne war aber trotzdem noch nicht vorbei, denn es ging weiter nach Kilcunda, um uns auf Phillip Island die Pinguin-Parade anzusehen. Doch auch hier wurden unsere Erwartungen nicht erfüllt, denn die Pinguin-Parade, bei der normalerweise täglich tausende Pinguine am Strand zu sehen sind, viel aus. Lediglich rund 100 Pinguine kamen an Land, der Rest blieb wohl aufgrund von Rauch und Nebel bis Mitternacht im Wasser, so vermutete der Ranger.

Unsere letzten Kilometer und ein echter Glücksfund

Da saß er wirklich!

„Koala“! Ich wollte es erst nicht glauben, als ich meinen Vater rufen hörte. Doch da saß er wirklich. Hell wach versuchte er gerade, durch gezieltes Schnuppern herauszufinden, welches der Eukalyptus-Blätter ihm wohl am besten schmecken würde. Es war ein echter Glücksfall, den wir alle so nicht mehr erwartet hatten. Wir hatten wahrscheinlich jeden Ort auf unserer Route besucht, der als potenzieller Koala-Hotspot im Reiseführer empfohlen worden war, aber immer wieder mussten wir weiterfahren, ohne je einen Koala gesehen zu haben. Es ist wirklich schwer geworden, in Australien noch freilebende Koalas anzutreffen. Feuer, Krankheiten, Hundeattacken und der vermehrte Verlust ihrer Lebensräume machen den teddyähnlichen Beuteltieren stark zu schaffen. So stark, dass sie bis zum Jahr 2050 in weiten Teilen Australiens ausgestorben sein könnten. Deshalb hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt lediglich in Zoos und Sanctuaries Koalas gesehen.

Um so mehr haben wir uns gefreut, dass die erste Hälfte unserer Route entlang der Great Ocean Road so gut anfing. Wir hatten schon über 150 Kilometer entlang der atemberaubenden Küstenstraße zurückgelegt und waren gerade in unserer Unterkunft in der Nähe des Great Otway Nationalparks angekommen. Die Unterkunft selbst war recht unspektakulär, dafür stellte sich aber der Besitzer als australische „Radsport-Legende Phil Anderson“ heraus, der während seiner aktiven Zeit einige Radrennen gewonnen und zudem zehn Tage lang das gelbe Trikot der „Tour de France“ getragen hatte. Gleich nach unserer ersten Begegnung erzählte er uns von den vielen Koalas in der Region und nur Minuten später, bei einem Spaziergang um die Unterkunft, saß der Koala da. Wir waren sehr darauf bedacht, ihn in keiner Weise zu stören, aber trotzdem war es ein unbeschreiblicher Moment, diesem Tier so nahe zu sein, zumal es nur auf Brusthöhe in einem kleinen Baum saß.

Es sollte nicht die einzige Überraschung bleiben, die uns erwartete. Schon am nächsten Tag, während wir den Great Otway Nationalpark erkundeten, sahen wir über 20 frei lebende Koalas! Wir konnten schon aus der Entfernung sehen, wo sich ein Koala befinden musste. Oft hielten Autos dicht an der Straße und ganz in der Nähe stand dann eine Gruppe Menschen mit dem Kopf im Nacken, einen Baum hochsehend. Das Koala-Paradies Great Otway Nationalpark stellte sich als echter Glücksfall heraus und so fuhren wir etwas wehmütig am nächsten Morgen weiter in Richtung 12-Apostel.

Die 12 Apostel

Dabei sind die 12-Apostel nicht die einzige Attraktion entlang der Great Ocean Road, denn diese Küstenstraße selbst ist schon die Reise wert. An fast jeder Stelle der Route hat man beeindruckende Blicke auf das raue Meer, das auf die meterhohen Sandsteinhänge peitscht. Einen besonders beeindruckenden Blick auf die 12-Apostel kann man am besten aus der Luft genießen und deshalb haben wir uns spontan für einen Helikopter Rundflug entschieden. Die 15 Minuten in der Luft haben allen die Sprache verschlagen und die anfängliche Angst meiner Mutter hatte sich nach kurzer Zeit in Begeisterung verwandelt.

Nach weiteren 150 Kilometern auf der Straße hatten wir unser letztes Ziel Portland erreicht. Eine ziemlich gewöhnliche australische Kleinstadt, die wir uns wahrscheinlich auch hätten sparen können. Von da an ging es mit jedem Tag, Kilometer für Kilometer weiter, bis wir am 20. Januar wieder in Noosa ankamen. Auf unserem Rückweg ist nur Canberra zu erwähnen, das wir für zwei Tage besuchten.

Canberra, Parlament

Australiens Hauptstadt ist eine recht junge Großstadt, die erst nach dem zweiten Weltkrieg einen Bevölkerungsboom verzeichnete und so innerhalb von 70 Jahren rund 350.000 neue Einwohner dazu gewann. Ihr junges Alter sieht man der Stadt auf jeden Fall an. Canberra wurde auf dem Reißbrett geplant und so wirkt alles ein bisschen unnatürlich. Zumal man die Stadt mit dem Spitznamen „Busch-Hauptstadt“ durch zahlreiche Grünflächen und einen See in der Mitte ziemlich in die Länge gezogen hat. Damit Canberra auch mit anderen modernen Hauptstädten mithalten kann, haben die Stadtplaner einige einschüchternde Monumentalbauten in die Stadt gesetzt, die nicht wirklich an eine moderne Hauptstadt erinnern. Zwar haben viele der Gebäude ein eher unansehnliches Äußeres, dafür sind Nationalgalerie, Kriegsdenkmal oder Parlament von innen umso spannender. Ich persönlich fand die Führung durchs Parlament sehr interessant und kann sie jedem empfehlen, der an australischer Geschichte interessiert ist.

Unsere Zeit in Canberra war leider von der schlechten Luftqualität geprägt, die wie eine riesige Rauchblase die Stadt einschloss. Die meisten Gebäude in der Entfernung konnte man nur vage erkennen und je länger man sich draußen aufhielt, desto mehr beeinträchtigte der Rauch die Augen und das Atmen. Um dem aus dem Weg zu gehen, hielten sich viele Menschen in Museen auf, denn dort war die Luftqualität normal. Wir selbst hatten große Bedenken, ob wir unsere Tour aufgrund der Buschfeuer wirklich machen sollten. Zwar haben uns die Feuer nie direkt beeinträchtigt, aber wir sind doch oft durch riesige Rauchwolken gefahren oder Waldstücke, die rechts und links nur noch aus schwarzen Baumstümpfen bestanden. Es war schrecklich, im Fernsehen zu sehen, wie Orte wie Fraser Island abgebrannt sind und wie viele Menschen und Tiere in den Feuern ihr Leben gelassen haben. Deshalb hoffe ich, dass diese Feuersaison wenigstens ein positives Resultat hat, nämlich dass mehr Australier ihre Meinung zum menschengemachten Klimawandel überdenken. Auf meiner Reise habe ich gleichermaßen erlebt, wie wunderschön Australien ist, aber auch wie gefährdet zugleich.

Maximilian ist für ein Jahr an der Sunshine Beach State High School in Noosa, Sunshine Coast, Queensland

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Maja

Während meines ganzen Fluges habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich in Australien überhaupt Freunde und schnell Anschluss finde. Jetzt möchte ich euch erzählen, wie das bei mir und den allermeisten International Students ablief.

Ich bin am Flughafen in Brisbane mit 40 anderen Internationals angekommen. Während des Fluges hat man sich schon mit einigen mal unterhalten und auch schon kleine Freundschaften geschlossen. Allerdings gingen natürlich nicht alle International Students auf dem Flug an die Sunshine Coast oder das Kawana Waters State College. Darum mussten wir uns am Flughafen in Brisbane schon das erste Mal von einigen verabschieden. Aber das Gute ist: wenn man Freunde in anderen Städten hat, kann man sie in den Ferien besuchen und sieht so auch etwas anderes von dem wunderschönen Australien.

Ich bin zusammen mit insgesamt 35 International Students aus Italien, Brasilien, Chile, Schweiz und natürlich Deutschland auf das Kawana Waters State College gekommen, was sich zunächst nach echt viel anhört. Da wir eigentlich immer alle zusammen waren und in jedem Unterricht mindestens zwei andere Internationals mit mir waren, habe ich schnell ein paar Freunde gefunden. Das Beste dabei ist, dass ich mich nicht nur mit deutschen Schülern angefreundet habe, sondern am Ende habe ich Freunde aus Italien, Brasilien und Deutschland gehabt.

Ich habe eine Gastschwester aus Brasilien gehabt, mit der ich Startschwierigkeiten hatte. Aber gegen Ende konnte ich mir überhaupt nicht mehr vorstellen, ohne sie hier zu leben. Mit der Zeit ist die Gruppe der Internationals wie eine richtige Familie zusammengewachsen, was ich wirklich toll fand. Man hat sich einfach so richtig eingefunden und hatte überall jemanden zum Ratschen. Jetzt fragen sich einige bestimmt, wo denn der Kontakt mit den australischen Jugendlichen bleibt, aber keine Sorge, der kommt noch.

Mit den australischen Schülern hat das ein bisschen länger gedauert. Die meisten sind uns gegenüber wirklich sehr schüchtern. Aber das hat sich nach 2 – 3 Monaten auch so langsam geändert. Die Australier haben nun angefangen, in den Unterrichtsstunden mit uns zu reden, und versuchen uns kennenzulernen. Einige zeigen großes Interesse an unseren Kulturen, Ländern und generell an unserer Reise ans andere Ende der Welt.

Nun komme ich zu dem etwas traurigeren Part dieser Erfahrung: den Abschied. Ich selbst musste mich noch nicht von meinen australischen Freunden verabschieden, aber leider hatte ich meinen ersten Abschied schon nach drei Monaten, denn eine meiner Freundinnen aus Italien blieb nur für ein Term. Dann hatte ich aber noch drei weitere unglaubliche Monate mit meinen Freunden, die ich dann im Dezember nach und nach schweren Herzens zurück nach Deutschland, Italien und Brasilien gehen lassen musste. Es gab ein großes ,,Graduation and Goodbye Dinner“ am Ende des Term 4 mit allen International Students und unseren Koordinatoren. Das war das letzte Mal, an dem wir nochmals alle zusammen waren.

Am Ende bin ich wirklich sehr glücklich und auch stolz, nun Freunde auf der ganzen Welt verteilt zu haben. Das ist wirklich was Besonderes und ich schätze es sehr.

Maja ist für drei Terms am Kawana Waters State College , Sunshine Coast, QLD

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Maximilian

Welche Unterschiede gibt es eigentlich zwischen Australien und Deutschland? Und wo begegnen mir diese im Alltag? Genau mit diesem Thema möchte ich mich in diesem Beitrag beschäftigen.

Der erste Unterschied zwischen Deutschland und Australien ist zugleich der offensichtlichste. Gleich nach meiner Ankunft im Juli war dieser Unterschied noch gar nicht so drastisch zu bemerken, aber jetzt, wenn ich bei 37°C Grad diesen Beitrag schreibe, ist der Klima-Unterschied klar zu bemerken. Seit ich vor gut fünf Monaten angekommen bin, erlebe ich einen durchgängigen Sommer. Angefangen im australischen Winter, mit rund um 20°C Grad und vereinzelt Regen, erreichen wir jetzt fast 40°C Grad im australischen Sommer. Ich wäre der Letzte, der sich über solches Wetter beschweren würde, dafür hat es einfach zu viele Vorteile. Seit ich hier bin, habe ich nämlich nur freundliche Australier erlebt, die mir mit ihrer Hilfsbereitschaft schon so einige Male geholfen haben und zudem auch immer gut gelaunt sind. Das muss einfach auch mit der Sonne zu tun haben. Außerdem weiß ich gar nicht mehr, wie sich Frieren anfühlt. Meine langen Hosen hätte ich eigentlich auch in Deutschland lassen können, und auch die Regenjacke war im Nachhinein nicht nötig. 

Bei den Nachteilen des Wetters angelangt: Neben Schwitzen und erschwertem Einschlafen ist auch mein Jahresrhythmus wie auf den Kopf gestellt. Für mich ist es fast unvorstellbar, dass in Deutschland gerade Leute fröhlich auf dem Weihnachtsmarkt stehen und Glühwein trinken. Weihnachten hat für mich immer auch etwas mit Schnee und Kälte zu tun. Für die Australier ist das offensichtlich auch so. Bei den Weihnachtsdekorationen ist ein klares Muster zu erkennen: Die besteht größtenteils aus aufgeblasenen Santas mit dickem Wollmantel oder kleinen schneebedeckten Sternen, mitteleuropäischen Häusern oder Rentieren. Auch die Australier wünschen sich eigentlich ein weißes Weihnachten mit Tannenbaum und Weihnachtsmarkt. 

Maximilian-9Ich finde, hier könnten die Australier ruhig selbstbewusster ihre surfende Version vom Weihnachtsmann in Shorts vorzeigen. Die stellt Weihnachten in Australien viel realistischer dar. Richtige Weihnachtsgefühle kommen da irgendwie nicht auf. Nur manchmal, wie zum Beispiel beim Christmas-Tree-Lighting in Noosa, schafft es der Kinderchor, mit Weihnachtsliedern die Weihnachtszeit zu eröffnen. 

Ich liebe das australische Klima und den Australian-way-of-life und bin auch deshalb hier viel gelassener geworden. Ich sehe viel mehr erst die positiven Dinge und beschwere mich nicht mehr so viel. Das ist eigentlich auch einer der Vorteile hier, die ich vermissen werde. Ich finde, dass in Deutschland die Leute viel zu schnell anfangen, sich über etwas zu beschweren, oder sich unnötig stressen, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. 

„German Sausage“

Trotz alledem kann man auf Werte wie Verlässlichkeit, Pünktlichkeit und Perfektion auch stolz sein, denn an manchen Stellen vermisse ich diese hier schon. Ein Negativbeispiel ist in jedem Fall die australische Bratwurst. Zwar haben die Australier den höchsten Fleischkonsum der Welt, ihre Bratwürste sind aber eher das Gegenteil von Weltspitze. Angefangen mit der widerlich braunen Farbe über eine fettig-flüssige Konsistenz bis hin zum unausstehlichen Geschmack würde man in Deutschland solch ein Würstchen nicht mal seinem Hund geben. Da hätte man zu viel Mitleid mit dem armen Tier. Auch die Torten und Kuchen in Australien kommen an den deutschen Standard nicht heran. Die Hauptzutat ist meistens Zucker, dann noch ein paar Milchprodukte oder Eier dazu, und fertig sind Kreationen wie eine Pavlova, von dessen Kauf ich nur abraten kann. Man kann wirklich zusammenfassen: Australien ist im Hinblick auf seine Kultur ein armes Land, was man wegen der nur 250-jährigen Geschichte aber verstehen kann. Trotzdem sind gerade deutsche Kulturgüter wie Bratwurst, Weihnachtsmarkt oder Apfelkuchen Dinge, die ich am meisten vermisse.

Jetzt kommt wieder ein großes Plus für Australien: auf jeden Fall muss ich von den unendlichen Möglichkeiten berichten, die dieses Land bietet. Neben Schwimmen, Surfen oder Kajak-Fahren im Meer gibt es so viele Nationalparks, dass man immer wieder Neues entdeckt. Erst vor kurzem bin ich mit meiner ehemaligen Gastfamilie auf den Mount Coolum gewandert, und die atemberaubende Aussicht hat mir mal wieder aufgezeigt, wie schön es hier eigentlich ist. Auch das Wetter war – wie normalerweise immer – perfekt und zusammen mit gut gelaunten Australiern war es ein Inbegriff meiner Zeit in Australien. Da ist es nur etwas traurig, dass diese Wanderung gleichzeitig die eine Abschiedstour für meinen Gastbruder war, was mir ebenfalls vor Augen geführt hat, dass meine Zeit in Australien begrenzt ist und wir schon in der Halbzeitpause angekommen sind.

Zusammenfassend kann ich also sagen, es gibt natürlich Dinge, die ich hier vermisse, aber insgesamt freue ich mich hier zu sein und versuche jetzt das Beste aus meinen restlichen sieben Monaten zu machen.

Maximilian ist für ein Jahr an der Sunshine Beach State High School in Noosa, Sunshine Coast, Queensland

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Maximilian

Ein Drittel meines Jahres liegt jetzt schon hinter mir. Auch im vierten Monat meines Austauschjahres habe ich wieder so viel erlebt, dass es den Rahmen sprengen würde, nur einen einzigen Beitrag darüber zu schreiben. Deshalb picke ich mir jetzt die Highlights heraus.

Eines dieser Highlights war auf jeden Fall mein erster Trip mit den Internationals auf die größte Sandinsel der Welt, Fraser Island. Dabei sollte ich erklären, wie ich überhaupt dazu gekommen bin, diesen Trip zu machen. Anfangs fühlte es sich nämlich wie auf einem Basar an, da uns jeden Tag neue recht kostspielige Trips an die Gold Coast oder nach Tangalooma angeboten wurden. So sind jeden Tag in den Pausen verschiedene Listen herumgegangen, in denen man sich für einen solchen Trip eintragen konnte. Ich wollte mich eigentlich nicht für einen solchen Trip eintragen, doch mit ein paar Freunden haben wir uns dann doch für einen zweitägigen Trip nach Fraser Island für rund 400 Australien Dollar eingetragen.

Bis zum letztmöglichen Zeitpunkt habe ich mich eigentlich nicht ganz wohl gefühlt bei dem Gedanken, 400 Dollar für zwei Tage auszugeben, da ich es nicht ganz nachvollziehen konnte, warum wir in einem 5 Sterne Hotel schlafen und Gourmet-Essen bekommen sollten. Nach dem Trip kann ich aber klar sagen, es hat sich mehr als gelohnt. Zwar sind 400 Dollar immer noch viel Geld, dafür hat aber das Gesamtpaket gestimmt. Es hat schon mit der beindruckenden Unterkunft angefangen und erstreckte sich über kulinarische Höhepunkte, wie das Abendessen, bis zu einem perfekten Zeitplan mit geführten Touren.

Gleich nach unserer Ankunft mit der Fähre, die aufgrund der Möglichkeit, Wale zu sehen zu können, schon ein Erlebnis war, ging es mit einer Kanutour durch die Mangroven-Wälder los. Wir hatten alle viel Spaß und sind, ob gewollt oder nicht, alle nass geworden, was aber aufgrund des perfekten sonnigen Wetters während des gesamten Trips kein Problem war. Danach war erst mal eine kürzere Mittagspause angesetzt mit Entspannen am Pool und Zeit für Fotos am Strand. Hier hat sich dann auch das 5 Sterne Hotel wieder bezahlt gemacht. Neben dem Whirlpool markierte auch das anschließende Abendessen einen Höhepunkt des Trips. Je nach Geschmack konnte zwischen Steak und Barramundi bis hin zu vegetarischen Gerichten gewählt werden. Mit vollem Bauch ging es dann zur geführten Nachtwanderung, bei der wir den beeindruckenden Sternenhimmel über Fraser-Island hatten sowie die Möglichkeit, riesige Spinnen zu entdecken.

Tag zwei auf Fraser Island hielt den eigentlichen Höhepunkt der Reise bereit. Es ging mit einem 4WD-Bus über die sandigen Off-Road Routen Fraser-Islands, die mit einem normalen Auto nicht zu befahren gewesen wären. Auch hier hat die Busfahrt positiv überrascht, da sie entgegen meiner Erwartungen mit einem hohem Spaßfaktor verbunden war. Sie glich eher einer Achterbahnfahrt, als nur Mittel zum Zweck zu sein, um von A nach B zu kommen. Belebt wurde der Bus von einigen Brasilianern, die den Bus mit ihrer Musik in eine fahrende Party verwandelten. Die Party stoppte dann immer mal für ein paar Minuten, wenn wir uns eine der zahlreichen Sehenswürdigkeiten Fraser Islands anschauten. Dabei waren der glasklare Süßwassersee Lake McKenzie sowie das Schiffswrack der SS Maheno wohl die Eindrucksvollsten. Doch auch abseits der Hauptattraktionen gab es neben einer natürlichen Wildwasserrutsche, die mit Schwimmringen befahren werden konnte, auch Dingos zu sehen. Das Wahrzeichen Fraser Islands ist aber nicht einfach zu finden und hält sich von großen Bussen eher fern. Deshalb war es für mich zu überraschend, um im richtigen Moment abzudrücken, als ein Dingo neben dem Bus aufgetaucht war.

Wirklich überzeugt hat aber am Ende  das Rund-Um-Sorglos-Paket. Die Tour war perfekt geplant, langweilig wurde es nie, und auch hungern oder dursten musste niemand. So hatten wir am Lake McKenzie eine Kaffeepause mit Kuchen. Später zur Mittagszeit gab es warmes Essen im Restaurant auf der anderen Inselseite und nebenbei bekamen wir noch Fraser Island Wasser, das als sehr klar und rein gilt. Auch die Bustour hat sich bezahlt gemacht, da es am Ende unvergessliche Erlebnisse waren, die auf dem Rückweg mit der Fähre durch einen wunderschönen Sonnenuntergang abgerundet wurden. Den Trip habe ich im Nachhinein nicht eine Sekunde bereut, ganz im Gegenteil. Ich kann jedem, der die Möglichkeit hat, nur empfehlen, die selben unvergesslichen Erlebnisse zu machen.

Neben Fraser Island habe ich jetzt meinen ganz normalen australischen Alltag, der aus Schule, Sport und gelegentlichen Trips mit Freunden besteht. So habe ich zum Beispiel erst vor kurzem eine Tour zum Mount Ngungun in den Glass House Mountains gemacht. Nach einer stundenlangen Odyssee mit Bus und Bahn sowie anschließendem drei Kilometer Fußweg waren wir endlich am Berg angekommen. Damit aber lange noch nicht oben. Da es schon langsam etwas dunkler wurde und man im Hintergrund schon ein Gewitter anrollen hörte, haben wir uns fürs Joggen entschieden und sind völlig erschöpft auf der Bergspitze angekommen. Der gesamte Aufstieg machte dabei aber eher den Eindruck, als könne man auf der Bergspitze nicht viel erleben, da man durch die dichte Bewaldung nur erahnen konnte, wie hoch man sich befindet.

Am höchsten Punkt angekommen wurde die Aussicht dann aber durch nichts mehr getrübt. Viel mehr hatten wir einen atemraubenden Blick auf die umliegenden Berge, bis hin zum viele Kilometer entfernten Meer. Zum Glück ist das Gewitter dann während des Aufstieges weiter gezogen, und so strahlte auf der einen Seite des Berges die Sonne während man auf der anderen in der ferne Regenwolken und Blitze sah. Auch einen Tagesausflug zu den Glashouse Mountains ist die Reise auf jeden Fall wert, und dabei sind Aufstieg und Ausblick kostenlos.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass sich Touren mit der Schule auf jeden Fall lohnen können, man aber auch ohne viel Geld auszugeben unvergessliche Erlebnisse in Australien haben kann.

Maximilian ist für ein Jahr an der Sunshine Beach State High School in Noosa, Sunshine Coast, Queensland

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Maja

Australien gibt einem wirklich ein unbeschreiblich tolles Gefühl. Jeder Tag fängt bei mir mit Sonnenstrahlen im Gesicht an, da steht man doch gleich viel leichter auf. Sobald ich das Haus verlasse, spüre ich das angenehme Klima an meiner Haut. Obwohl zur Zeit Winter ist, ist es sehr angenehm.

Nun ist der August, mein erster voller Monat, schon zu Ende und war wirklich sehr aufregend. Ich habe mich schon komplett an das australische Leben gewöhnt und kann es mir nur noch schwach vorstellen, wie mein Leben in Deutschland ist. Ich kenne mich inzwischen in meiner Umgebung sehr gut aus, ich fahre überall mit dem Fahrrad hin, und dadurch, dass ich mich in den ersten Wochen öfters mal verirrt habe, kenne ich mich jetzt um so besser aus.

Das Schulleben in Australien macht mir sogar richtig Spaß. Die Schüler hier sind keinem so großen Druck ausgesetzt und haben wirklich ein tolles Verhältnis zu ihren Lehrern. Im Vergleich zu dem deutschen Schulsystem lernen die Kinder hier wirklich Dinge, die sie interessieren und die sie in ihrem späteren Beruf weiterbringen.

Mein absolutes Lieblingsfach ist Aquatics Pursuits, was für uns bedeutet: Surfunterricht. Es ist wirklich unglaublich, dass das wirklich ein Schulfach ist. Ich erlebe so viel in diesem Fach und fühle mich, als würde ich der australischen Kultur dadurch immer näherkommen. Alle Menschen hier sind so kontaktfreudig und offen. Wenn ich zum Beispiel joggen gehe, werde ich von fast jeder Person gegrüßt und angelächelt, das gibt einem wirklich ein gutes Gefühl.

Meine Gastfamilie ist mir inzwischen schon ans Herz gewachsen und hat mir schon ein paar Orte gezeigt wie bspw. den Noosa National Park, welcher umwerfend schön ist. Ich habe nun auch meinen festen Freundeskreis gefunden, vier italienische Mädchen und eine Gruppe Australier. Wie ich am Anfang schon erwähnt hatte, ist das Klima angenehm im Winter hier, es hat in den ganzen acht Wochen nur zwei Mal geregnet, und selbst dann war es noch schön. Das Meer ist noch ein wenig frisch, aber man kann auf jeden Fall schon rein gehen.

Nun freue ich mich auf eine weitere mega tolle Zeit und auf das heiße Wetter, das in den nächsten Monaten ansteht.

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Maximilian

30 Tage liegen jetzt schon hinter mir, es waren die wahrscheinlich aufregendsten seit langem. Es ist wirklich unglaublich, wie gut ich mich hier nach nur 30 Tagen eingelebt habe. Ich habe mich so langsam an den australischen Alltag gewöhnt, bin in der Schule angekommen und auch das Englisch sprechen wird immer flüssiger. Wie gesagt, ich hätte nie gedacht, dass sich dieses so ferne Australien schon nach einem Monat so nah anfühlen kann. Es ist wirklich schön, jetzt auf meine ersten dreißig Tage zurück zu blicken, denn langweilig war es nie.

Angefangen hat alles mit meiner Ankunft bei meiner Gastfamilie vor einem Monat. Dieser eine Moment, in dem man auf einmal das Haus, die Gastfamilie und die Landschaft sieht, war für mich der aufregendste meiner bisherigen Reise. Denn auf das erste Treffen kann man sich einfach nicht richtig vorbereiten. Noch schwieriger wird das ganze, wenn man zuvor einen 24 Stunden Flug-Tag hinter sich hat. Ich wusste überhaupt nicht, was mich erwarten würde, wie meine Gastgeschenke ankommen oder wie der erste Eindruck von mir ist. Doch ich wurde positiv überrascht. Heute kann ich sagen, ich bin sehr zufrieden mit meiner Gastfamilie.

Ich habe eine freundliche Gastmutter, die jeden Tag meistens frisch, aber immer gut und gesund kocht. Damit hat sie auf jeden Fall eine meiner Befürchtungen ausgeräumt, nämlich ungesunde fettige Fleischmassen mit Käseüberzug. Doch das findet man hier wirklich sehr selten. Zwar lieben die Australier ihr Nationalgericht BBQ, grillen aber nicht jeden Tag. Viel mehr ist meine Gastfamilie auch daran interessiert, was wir in anderen Ländern gerne essen. Sowohl ich als auch mein italienischer Gastbruder sollten jeweils ein Gericht aus unseren Heimatländern kochen. Für mich war das eigentlich kein Problem, da ich schon in Deutschland geübt hatte Käsespätzle zu kochen.

Es war wirklich eine sehr gute Idee, bei den Gastgeschenken nicht nur auf materielle Dinge zu setzen. Denn wenn ich ehrlich bin: das deutsche Kochbuch auf Englisch, das ich geschenkt habe, wartet noch auf seinen ersten Einsatz. Dafür wird aber die Kochschürze mit Blumenmustern gerne genutzt und auch die Schokolade kam gut an. Am besten kamen aber meine selbst gekochten Käsespätzle an. Ich kann es deshalb auch nur empfehlen, zum Beispiel ein deutsches Gericht kochen zu lernen. Denn am Ende steht ein toller Abend mit der Gastfamilie, der zumindest bei mir dazu geführt hat, dass meine Gastfamilie nicht nur zu Käsespätzle-Fans geworden ist, sondern wir uns auch besser kennengelernt haben. Auch mein italienischer Gastbruder schaffte es, mit seinen Spaghetti Carbonara für einen kulinarischen Austausch zu sorgen.

In den nächsten Tagen haben wir uns dann mit unserer neuen Heimat Noosa vertraut gemacht. Wir haben eine lange Wanderung durch den Noosa National Park gemacht, dabei leider keinen Koala gesehen, dafür aber viele hier heimische Brush-Turkey, und viele Fotos von der sehenswerten Natur Noosas gemacht. Am Abend sind wir dann noch zu einem Aussichtspunkt gefahren, um uns den wunderschönen Sonnenuntergang über dem Meer anzusehen.

Nach unserem ersten Wochenende in Australien hat dann auch schon die Schule an der Sunshine Beach State High School  angefangen. Eine sehr große Schule, auf deren Gelände man sich einfach verlaufen kann. An unserem ersten Schultag wurden wir aber ganz herzlich als Internationals von der Schulleitung begrüßt, und zum besseren Kennenlernen hatte die Schule ein Buffet mit Wraps, Burgern und vielem mehr vorbereitet. Um uns nicht zu verlaufen haben wir dann auch alle einen Plan von der Schule bekommen. Ich habe mich mit den anderen Internationals über die Gastfamilie, das erste Wochenende oder Pläne für den Aufenthalt in Australien ausgetauscht. Der Kontakt zu den anderen Internationals, unter denen viele verschiedene Nationen vertreten sind, war nicht schwer.

Danach stand das Wählen der Fächer an, ich wusste zwar schon, was ich wählen wollte, am Ende musste ich mich aufgrund sich überschneidender Fächerblöcke aber ein bisschen spontan entscheiden. Nach einem Monat kann ich aber sagen, dass ich mit meiner Fächerwahl sehr zufrieden bin. Es gibt ein vielseitiges Fächerangebot, bei dem jeder nach seinen Interessen etwas findet, das er in seinem Heimatland vielleicht nicht machen kann.

Insgesamt waren meine ersten Tage in Australien aufregend und eindrucksvoll und auf jeden Fall sehr schön. Es macht Spaß hier zu sein, und das liegt für mich vor allem an zwei Dingen: es ist wirklich toll, egal wen man in Australien trifft, egal wo man ist, die Menschen sind immer freundlich und gut gelaunt. Auch das Wetter ist so gut, dass ich sowohl meine langen Hosen als auch meine Regenjacke noch nicht gebraucht habe. Abschließend kann ich auf jeden Fall sagen, dass sich der erste Monat in Australien gelohnt hat, und dass ich mich auf weitere elf Monate hier freue.

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