JulianZusammen mit meinem Zwillingsbruder Johannes, der eine andere Schule in Queensland besucht, bin ich am 19. Januar 2020 in Frankfurt gestartet. Dort haben wir uns mit einer Mitreisenden getroffen, die ebenfalls mit Highschool Australia auf dem Weg nach Brisbane war. Dank eines kostenlosen Upgrades sind wir sehr komfortabel und angenehm nach Dubai geflogen. Dort hatten wir dann ein paar Stunden Aufenthalt, bevor es dann in einer größeren Gruppe, ganz ohne Reisebegleitung, weiter nach Brisbane ging. Die Wartezeit verging sehr schnell, da wir als 7-er Gruppe unterwegs waren, die alle dasselbe Ziel und ein ähnliches Abenteuer in Queensland vor sich hatten.

Als wir in Brisbane ankamen und unseren Abholservice gefunden hatten, verließen wir den Flughafen und wurden direkt zu unseren Gastfamilien gebracht. Wir haben uns leider nach der Ankunft wieder trennen müssen, da alle an unterschiedlichen Schulen im Bereich der Sunshine bzw. Gold Coast untergebracht sind.

Im Vergleich zum Winter in Deutschland ist es in Australien im Januar hochsommerlich warm und trocken. Mit der Gastfamilie kam ich von Anfang an sehr gut zurecht und fühle mich da sehr wohl. Eine Umstellung für mich waren die Essgewohnheiten. In Australien gibt es die Hauptmahlzeit nicht wie in Deutschland am Mittag, sondern am Abend. Was mir in den ersten Tagen Australien sofort auffiel war, dass die Menschen hier alle sehr freundlich, nett und bemüht sind.

Die wundervolle Landschaft ist mir ebenfalls sofort aufgefallen. Alles ist hier sauber und es gibt sehr viele Pflanzen und Grünanlagen. Ich lebe in Minyama, einem Vorort der Sunshine Coast in Queensland. Von dort kann man sehr gut die Region und die Natur entdecken. In den Ferien bin ich dann oft mit einem Fahrrad meiner Gasteltern herumgefahren und habe die Gegend erkundet.

Dann war es endlich soweit. Mein erster Schultag stand vor er Tür. Alle Internationals trafen sich an der Schule und wir bekamen eine Führung, bei der uns alles gezeigt und erklärt wurde. Ich besuche die Mountain Creek State High School, sie ist mit ca. 2.000 Schülerinnen und Schülern viel größer als meine Schule in Deutschland. Es war am Anfang ziemlich unübersichtlich und schwer, immer das richtige Gebäude zu finden. Aber alle hier sind sehr freundlich und helfen dir dabei.

Das Tragen einer Schuluniform ist schon eine große Umstellung, sogar in Sport haben wir eine einheitliche Kleidung. Generell sind die Regeln in der Schule hier etwas strenger, so darf man in der Schule nur Wasser trinken und keinen Schmuck tragen. Ein anderer großer Unterschied zu deutschen Schulen ist, dass man hier seine Fächer frei wählen kann. Mathe und Englisch sind Pflicht, aber die anderen Fächer kannst du dir selber aussuchen. Ich habe als Fächer Englisch, Mathe, Spanisch, Fashion, Sport & Recreation und Volleyball genommen. Ich bin mit dieser Auswahl sehr zufrieden und gehe täglich sehr gerne in den Unterricht. Am Anfang ist es zwar ein bisschen schwer in das Englische reinzukommen und alles zu verstehen, aber mit der Zeit wird das besser. Ich habe mich entschieden, die naturwissenschaftlichen Fächer abzuwählen, da nach meiner Einschätzung hier der Einstieg in den Unterricht schwerer fällt.

Ein weiterer Unterschied zur deutschen Schule ist für mich, dass ich an der Mountain Creek State High School nur vier Fächer am Tag habe, die jeweils 70 Minuten gehen. Man hat hier auch nur eine große Pause und nicht mehrere kleine Pausen. Es gibt auch keine einheitliche Klasse, in der du den ganzen Tag bist, sondern jedes Fach findet in einem anderen Raum statt und du hast andere Mitschüler. Im Gegensatz zu Deutschland konnte ich z.B. in Mathe selbst entscheiden, welchen Schwierigkeitsgrad ich wählen will.

Am Nachmittag gibt es verschiedene Sportangebote in der Schule, hier habe ich mich für Volleyball entschieden. Über den Schulsport gelingt es ganz gut, mit einheimischen Jungs in Kontakt zu kommen. Mir ist es an der Schule leichtgefallen, neue Freunde zu finden, mit denen man dann nachmittags an den nahen Strand gehen kann oder am Wochenende einen gemeinsamen Ausflug unternimmt. So gehen wir in einer Gruppe von Internationals am kommenden Wochenende nach Noosa und besuchen gemeinsam einen Nationalpark, der sehr schön sein soll.  An den vergangenen Wochenenden waren wir als Gruppe am Strand, zusammen Essen oder beim Roler-Skating. Die meisten Internationals kommen aus Deutschland, einige aber auch aus Südamerika, den USA oder China.

Was das Essen angeht, werde ich von meiner Gastmutter hier sehr gut versorgt. In den letzten Wochen gab es eine große Auswahl an verschiedenem Fleisch mit viel Salat und Gemüse zum Essen. Vor kurzem bin ich einem Fitnessstudio beigetreten, das nur 500 Meter von mir weg ist, und gehe zwei bis drei Mal die Woche dorthin, um mich fit zu halten. Eine weitere Option, wie man seinen Nachmittag verbringen kann, ist neben dem Strand der Besuch im Sea Life. Ich war dort schon und war sehr begeistert. Man konnte sich sehr viele Tiere anschauen wie Haie, Seepferde, Quallen, Seesterne und ganz viele bunte Fische. Ab und zu gehe ich auch mal einkaufen, in meiner Nähe sind zwei größere Einkaufszentren. Alles in allem hatte ich einen ziemlich perfekten Start hier in Australien und freue mich jeden Tag auf neue Begegnungen und Erlebnisse.

Julian ist für ein halbes Jahr an der Mountain Creek State High School, Sunshine Coast, Queensland

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JohannesDer Abschied von meiner Familie und meinen Freunden fiel mir echt schwer, weil ich gefühlt alles zurücklasse, was ich liebe, um mich zusammen mit meinem Zwillingsbruder in ein komplett neues Abenteuer zu stürzen. Ich verabschiedete mich ausführlich und fuhr mit meiner Familie am 19. Januar 2020 zum Flughafen nach Frankfurt. In Deutschland war das Wetter an diesem Tag winterlich kalt mit Schneefall.

Am Gate trafen wir schon eine erste Mitreisende von Highschool Australia, die mit uns über Dubai nach Brisbane flog. Wir haben uns entschieden, die Reise ohne Flugbegleitung zu buchen und haben uns im Vorfeld als Gruppe mit sieben Schülern organisiert und die Flugzeiten abgestimmt. Von Anfang an war ich also nie alleine und knüpfte bereits erste Freundschaften am Flughafen. Mein Zwillingsbruder und ich hatten ein riesiges Glück. Wir bekamen kurz vor dem Abflug völlig unerwartet ein kostenloses Upgrade für die Business Class im Oberdeck einer A380 bis zur Zwischenlandung in Dubai. Das war ein unglaublich toller Start in unser Abenteuer. Der Flug verlief sehr ruhig und angenehm mit perfekter Verpflegung und Unterhaltung. Es gab eine coole Lounge mit einer großen Bar im Flugzeug, wo man sich jederzeit weitere leckere Verpflegung holen, gemütlich stehen und sogar neue Kontakte mit gechillten Mitreisenden knüpfen konnte.

Wir fanden uns im Flughafen in Dubai sehr gut zurecht und konnten bei Bedarf immer jemanden fragen. Das Flughafenpersonal war außerdem sehr bemüht. In Dubai trafen dann nach und nach die weiteren Mitreisenden von Highschool Australia ein, die in Wien, München und Hamburg gestartet waren und dann zusammen mit uns nach Brisbane flogen. Diese Reise ohne Begleitung war echt gar kein Problem und wir bekamen alles sehr gut organisiert. Als alle eingetroffen waren, gingen wir nach dem langen Flug in ein Restaurant und lernten uns dort ausführlicher kennen. Es war sehr spannend, andere Jugendliche zu treffen, die sich in dasselbe Abenteuer stürzen, gleich alt sind und gleiche, ähnliche oder andere Erwartungen und Wünsche für den Auslandsaufenthalt haben.

Der Zielort der Einzelnen lag entweder an der Sunshine Coast oder an der Gold Coast. Mein Bruder und ich haben uns für die eher ruhigere Sunshine Coast entschieden, dies lag aber auch an den ausgewählten Schulen. Julian besucht die Mountain Creek High School und ich das nur wenige Kilometer entfernte Kawana Waters State College. Auf uns wartete am Flughafen ein Abholservice, mit dem wir dann zu unserer Gastfamilie gefahren wurden. Jeder war nervös und sehr erschöpft von der langen Reise. Meine Gastfamilie wohnt glücklicherweise direkt am Meer. Die Familie empfing mich herzlich und machte zu Beginn eine Hausführung. Ich habe insgesamt sechs Gastgeschwister, jedoch wohnen nur noch die beiden Jüngsten zu Hause. Die beiden sind ebenfalls Zwillinge (Mann und Frau), doch mit Anfang 20 schon etwas älter als ich.

Ich verstehe mich mit meinem Gastbruder extrem gut, da wir dieselben Hobbys und Interessen haben. Vor allem in den ersten Tagen, als ich noch niemanden kannte, unternahm er sehr viel mit mir und zeigte mir vieles in der Umgebung. Dafür war ich ihm sehr dankbar. Das Englisch der Australier unterscheidet sich schon deutlich von der Aussprache zu unserem Schulenglisch. Man gewöhnt sich aber nach ein paar Tagen recht schnell daran. Am Anfang ist mir das Verstehen nicht leicht gefallen, doch wenn man freundlich nachfragt, dann helfen die Australier einem sehr gerne.

In den ersten Tagen war ich wegen des Jetlag und dem heißen Sommerwetter sehr erschöpft. Die Temperaturumstellung betrug ca. 35 Grad (von -5°C auf +30°C). Ich selbst bin eine Woche vor Schulbeginn angereist, um mich daran zu gewöhnen. Das kann ich jedem nur empfehlen, da man sich so etwas erholen und organisieren kann. Ein paar Tage später kam noch ein weiterer mexikanischer Austauschschüler in meine Familie. So konnten wir die letzten Ferientage noch zusammen verbringen und waren am ersten Schultag nicht alleine.

Als es soweit war, wurden wir von unserer Gastmutter zur Schule gebracht und kauften uns zuerst eine Schuluniform, da man mit seinen eigenen Klamotten nicht in die Schule gehen darf. Was das Anziehen anbelangt, sind die Vorschriften sehr streng. Dies ist eine für mich komplett neue Erfahrung und nicht vergleichbar mit dem, was ich in Deutschland gewohnt war.

Mein mexikanischer Gastbruder und ich lernten schnell andere Internationals kennen. Die meisten kommen aus Deutschland und Österreich. Mitschüler aus Südamerika (Mexiko, Chile und Brasilien) sind ebenfalls gut vertreten. Schnell wurde eine Clique gebildet und wir verabredeten uns nach der Schule in einem Shoppingcenter oder am nahegelegenen Sandstrand. Als International ist es nicht einfach, sich mit australischen Mitschülern anzufreunden, da sie die „Neuen“ erst mal scannen und oft schon ihre eigene Clique haben. Das habe ich mir tatsächlich anders vorgestellt.

Da ich aber Fußball liebe und in Deutschland drei Jahre Leistungsfußball gespielt habe, fiel im Vorfeld meine Entscheidung auf eine Schule mit einem „Excellence Program“ für Fußball. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich in das Programm aufgenommen wurde und damit Fußball auch als Schulfach mit zwei Trainings- und einer Theorieeinheit habe. So ist es dann leichter mit den einheimischen Jungs ins Gespräch zu kommen. Ich freue mich schon auf die anstehenden Spiele und Turniere, eine Möglichkeit mehr, das Land kennen zu lernen.

Die Schule ist hier komplett anders organisiert als in Deutschland und vieles läuft über das Internet bzw. über den PC. Da man die Fächer hier eigentlich selbst wählen kann, nimmt man auch diejenigen, die einen sehr interessieren und deshalb macht die Schule hier auch mehr Spaß. Viele Fachbegriffe sind am Anfang in den Fächern sehr schwer zu verstehen, doch das verbessert sich von Tag zu Tag. An das australische Leben habe ich mich hier sehr schnell gewöhnt.

Die Schule ist mit dem Fahrrad von meiner Unterkunft aus schnell zu erreichen. Gemeinsame Ausflüge mit neuen Freunden in einen Nationalpark, in das Shopping-Center oder an den Strand gefallen mir hier sehr und ich genieße hier das Leben in vollen Zügen, jeden Tag aufs Neue.

Johannes ist für ein halbes Jahr am Kawana Waters State College, Sunshine Coast, Queensland

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Maja

Jeder neue Tag ist eine weitere Erfahrung für mich. Heute will ich euch einmal auf einen ganz normalen Tagesablauf unter der Woche mitnehmen. Heute, ein Donnerstag.

Der Wecker klingelt meistens gegen 7:15 Uhr, aufgestanden wird dann um 7:30. Völlig entspannt mache ich mir mein Frühstück und meinen Lunch für die Schule. Es ist wirklich sehr angenehm morgens. Erstens, weil die Sonne fast immer scheint und man da gleich mit anderer Motivation in den Tag steigt. Und zweitens, da die Schule hier erst um 8:50 beginnt, hat man nicht so viel Stress und bekommt ein wenig mehr Schlaf. Um 8:25 mache ich mich auf den Weg zur Schule. Meistens nehme ich das Fahrrad, denn das braucht nur 20 Minuten.

Majas Wochentag 2Jeden Morgen haben wir eine sogenannte ,,Homegroup“, was praktisch meine feste Klasse ist. Dort werden in zehn Minuten die Anwesenheit kontrolliert und alle wichtigen Informationen überbracht. Um 9:00 Uhr beginnt schließlich die erste Unterrichtsstunde (Period 1), für mich heute Food and Nutrition, und jeder geht von seiner Homegroup in den Kurs, den er auf dem Stundenplan stehen hat. Eine Unterrichtsstunde dauert 70 Minuten, und pro Tag belegen wir vier verschiedene Fächer. Jedes Fach hat sein eigenes Gebäude, was bedeutet, die Schule hält uns fit, weil wir um Unterrichtsstunden zu wechseln über diesen wahnsinnig großen Campus laufen müssen.

Nach der zweiten Unterrichtsstunde (Period 2), English, haben wir ,,Morning-tea“, unsere erste und 40-minütige Pause. Anschließend geht es in Period 3, in der heute Sportunterricht auf meinem Stundenplan steht. Zurzeit spielen wir Badminton. Nach Period 3 ist Lunchtime, das sind nochmal 20 Minuten Pause, bevor es in den letzten Unterricht geht (Period 4), heute Aquatics Pursuits, Surf Theorie. Nun endlich Schulschluss.

Majas Wochentag 4Nach der Schule gehe ich entweder ins Fitnessstudio, an den Strand (surfen, schwimmen) oder mit Freunden in die Shoppingmall. Dann fahre ich nach Hause und es gibt Abendessen, was ich meistens mit meiner Gastmutter zusammen zubereite. Nach dem Abendessen schau ich, ob ich etwas für die Schule zu tun hab. Wenn ja, erledige ich das und wenn nicht, gehe ich meistens noch um den See hier in meiner Wohngegend entlang.

Meistens falle ich am Abend todmüde ins Bett, denn die Sonne macht müde, aber auch glücklich.

Maja ist für drei Terms am Kawana Waters State College , Sunshine Coast, QLD

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Cornelius

Als mich meine Gastmutter mit dem Auto vom Flughafen abholte, fiel mir sofort die erste Neuheit auf. Ich wollte wie in Deutschland üblich rechts vorne einsteigen, hatte aber auf einmal ein Lenkrad vor mir. Nach einigen Sekunden realisierte ich schließlich, dass in Australien Linksverkehr herrscht. Dieser Linksverkehr verwirrt mich noch bis heute.
Als ich schließlich in meinem neuen Zuhause angekommen war, erwartete mich schon der Rest meiner Gastfamilie. Ich hatte ab sofort fünf Gastbrüder. Außerdem wurde ich von den beiden Hunden Merlin und Franky neugierig begutachtet.

Obwohl ich nach dem Flug hundemüde war, nahm mich mein Gastvater mit auf eine kleine Stadtrundfahrt. Am beeindruckendsten fand ich die Innenstadt von Brisbane. Da ich aus Dresden komme, sind mir Wolkenkratzer oder moderne Hochhäuser allgemein recht fremd. Auch die Fläche von Brisbane ist nicht mit der von Dresden zu vergleichen.

Am Samstag fing ich an mich einzurichten. Später bin ich mit Anneke, meiner Gastmutter, noch einkaufen gegangen. Ich nervte sie gefühlt tausendmal mit der Phrase: “Was, das gibt es hier in Australien auch!?“ Ich meine, hättet ihr gedacht, dass es Aldi in Australien gibt? Am selben Abend bin ich noch mit meiner neuen Familie ins Kino gegangen. Dort habe ich dann meinen ersten englischen Horrorfilm gesehen. Mein Gastbrüder haben mich anschließend noch den ganzen Abend mit meiner Schreckhaftigkeit aufgezogen.

Am Sonntag habe ich meinen zukünftigen Schulweg erkundet. Ich fahre jeden Tag eine Stunde mit dem Bus zur Schule. An der Bushaltestelle hatte ich mein erstes kleines Problem. Ich bin es gewöhnt, dass Busse an jeder Haltestelle anhalten, wenn Fahrgäste dastehen. Leider ist dies in Australien nicht der Fall. Man muss wie ein Tramper seine Hand raushalten, damit der Bus anhält. Aber da mir das nicht bewusst war, fuhr der Bus einfach durch und ich musste auf den nächsten warten. Das passiert mir nicht noch einmal, denn entgegen der gewohnten 10 bis 15 Minuten musste ich fast 40 Minuten warten.

Am Montag war es dann soweit: mein erster Schultag am Kelvin Grove State College. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Schuluniform. Also ging ich in meiner Alltagskleidung zur Schule. Alle anderen hatten natürlich eine Uniform an, so dass ich mir etwas seltsam vorkam. Ich traf dann relativ schnell die anderen Internationals. Wir bestritten zusammen das introduction program der Schule: Papierkram, Schultour, Gespräch mit dem Direktor, Schuluniform kaufen, Fächerwahl … Am nächsten Tag ging das Programm in die 2. Runde: noch mehr Papierkram, Stundenplan studieren … Am Nachmittag hatten wir dann unsere erste richtige Schulstunde in Australien. Ich hatte Sport. Natürlich war mir erstmal ein bisschen unwohl bei dem Gedanken, in eine komplett neue Klasse zu kommen. Nachdem ich aber erst mal in dem Kurs saß, war es gar nicht so schlimm.

Am Mittwoch hatte die Schule einen Ausflug für uns organisiert. Wir fuhren an die Sunshine Coast nach Noosa. Ich erlebte das erste Mal einen Strand am Pazifischen Ozean. Überall Palmen, türkis-blaues Wasser, exotische Tiere: Wale, Delfine, Schildkröten und wundervolles Wetter. Leider durften wir aufgrund von bestimmten Regeln nicht selbst ins Wasser gehen. Am Donnerstag fing dann der Schulalltag richtig an.

Das Schulsystem in Australien ist in vielen Aspekten sehr verschieden zu dem in Deutschland. Man wählt aus einer Palette verschiedener Fächer sechs aus, wobei Mathe und English gesetzt sind. Ich wählte Visual Arts (Kunst), Media Arts (Kunst mit neuen Medien, z.B. Kurzfilme), PE (Physical Education = Sport) und Science in Practice (experimentelle Naturwissenschaft). Zusätzlich gibt es noch „My personal best“, was als eine Art Berufsvorbereitung zu sehen ist.

Die Benotung von Leistungen ist auch anders als in Deutschland. Bewertet werden nur Assignments, welche großen Hausarbeiten oder Projekten entsprechen, und Exams, welche Klassenarbeiten oder sogar schon Abiturprüfungen ähneln. Ein weiterer großer Unterschied zu deutschen Schulen ist die digitale Infrastruktur. Jeder an der Schule benutzt ein Laptop zum Lernen. In der ganzen Schule ist W-LAN verfügbar, und Aufgaben werden über Daymap (Schulsoftware) für jeden Schüler individuell bereitgestellt. Am überraschtesten war ich aber, als ich den Raum für Media Arts betrat: überall auf den Schultischen waren die neusten Mac-PCs aufgebaut. Des Weiteren war die Software wie Photoshop für jeden Schüler frei verfügbar. Zwar ist die neueste und beste Technik sehr verlockend und gut, jedoch ohne Einweisung schwer zu beherrschen. Ich war in der ersten Woche Stammkunde beim Techniksupport. Dieser Punkt sollte unbedingt noch in das Introduction program aufgenommen werden. Jetzt funktioniert aber fast alles.

Cornelius ist von Juli 2019 bis Juni 2020 am Kelvin Grove State College, Brisbane, Queensland.

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MajaIn diesem Blogbeitrag möchte ich euch von meinem Lieblingsfach am Kawana Waters State College erzählen, damit ihr einen Eindruck habt, wie ein Schulfach auch aussehen kann.

Am Kawana Waters State College wird das Wort „Surfen“ groß geschrieben. Das KWSC legt viel Wert darauf, dass seine Schüler fit im Wasser sind und vor allem im Surfen gefördert werden, was ich wirklich toll finde. Deshalb wird auch das Fach Aquatics Pursuits angeboten, wie ich schon einmal kurz in meinem letzten Beitrag angesprochen habe. Nun möchte ich ein wenig ins Detail gehen.

Der Surfunterricht beginnt jeden Montag schon um 7:40 Uhr morgens am Kawana Beach. Das heißt: früh aus den Federn, rein in den Bikini, Wetsuit und Handtuch schnappen, und los geht’s. Alle Schüler fahren direkt zum Strand. Ich fahre meistens mit dem Fahrrad. Am Strand angekommen bekommt jeder das Surfboard, welches das richtige für einen ist. Die Surfboards bekommen wir von unseren Surflehrern. Ich bin mit einem sehr großen Surfboard gestartet, da es einfacher ist und genau das richtige für einen Anfänger.

Und so läuft der Surfunterricht dann ab: wir bekommen alle ein neongelbes Surfshirt mit der Aufschrift „KWSC Aquatics Program“, damit unsere Surflehrer uns immer erkennen können. Dann werden wir aufgeteilt je nachdem, wie gut man schon ist, da wir 40 Schüler in dieser Surfklasse sind. Jede Gruppe bekommt einen Surflehrer. Insgesamt haben wir fünf Lehrer für das Fach Surfen. Eine davon ist eine Surferin von Außerhalb, die uns trainieren darf. Die Lehrer sind wirklich unglaublich nett. Sie machen den Surfunterricht immer noch spannender und gehen an das ganze mit so viel Leidenschaft ran. Da fühlt man sich gleich ganz sicher im Wasser.

Nun, wir wärmen uns auf, das sieht meistens so aus, dass wir den Strand ein wenig entlang rennen und anschließend noch Krafttraining machen. Nachdem wir uns aufgewärmt haben geht es endlich ins Wasser. Wenn die Wellen sehr hoch sind, paddelt unser Surflehrer mit uns raus und sagt uns, welche Wellen wir nehmen können und welche für uns noch zu gefährlich sind. Jeder kann von da an surfen wie er möchte und der Lehrer sieht vom Strand aus zu, gibt acht, was wir falsch oder richtig machen, und gibt Handzeichen, wenn eine Gefahr besteht oder er möchte, dass wir rauspaddeln.

Ich persönlich liebe das Surfen und bin sehr glücklich, dass meine Schule das anbietet. Inzwischen läuft es auch schon richtig gut. Ich stehe jedes Mal schon richtig auf dem Board und bleibe auch größtenteils stehen. Andererseits wurde ich auch schon sehr oft überspült, aber das macht nichts, das gehört nun mal dazu.

Dienstags haben wir zwei Stunden lang theoretischen Unterricht, in dem wir alle Regeln, Gefahren und Techniken beigebracht bekommen. Wir sitzen nicht immer nur im Klassenzimmer, auch in den Theoriestunden geht es manchmal ins Wasser, allerdings nicht ins Meer, sondern in den „Lake Kawana“, der gleich neben unserem Schulcampus ist. Im See wird dann aber nicht gesurft, sondern Paddeltraining gemacht, da das Paddeln eine große Rolle beim erfolgreichen Wellencatchen spielt. Wie ich bemerkt habe, ist in unserer International-Student Gruppe das Surfen definitiv nicht jedermanns Sache. Wenn man die Chance dazu bekommt es zu lernen, würde ich es auf jeden Fall machen, da Surfen ja ein großes Ding in Australien ist und einen, wie ich im vorherigen Blog schon sagte, ein bisschen mehr mit der Kultur, dem australischen Leben verbindet.

Abschließend kann ich nur sagen, dass mir das Surfen wirklich unglaublich Spaß macht, und ich weiß jetzt schon, wie sehr ich das vermissen werde, wenn ich zurück in Deutschland bin.

Maja ist von Juli 2019 bis April 2020 am Kawana Waters State College, Sunshine Coast, Queensland.

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Maximilian

In diesem Beitrag möchte ich über meine ersten Monate in einer australischen Schule berichten. Vor kurzem habe ich mich mal durch die Artikel der anderen Blog-Autoren gelesen, und da ist mir sofort ein Satz von Maja zum australischen Schulsystem ins Auge gefallen:

Im Vergleich zum deutschen Schulsystem lernen die Kinder hier wirklich Dinge, die sie interessieren und die sie in ihrem späteren Beruf weiterbringen“.

Den Satz (aus diesem Beitrag) kann ich nur unterschreiben und kann die Aussage auch bestätigen: das australische Schulsystem stellt die Interessen des Schülers in den Mittelpunkt. Das Ganze fängt schon bei der Fächerwahl an. Es macht wirklich viel mehr Spaß, wenn man sich ab der Oberstufe nur noch mit sechs Fächern beschäftigt, dann aber richtig. Anstatt in 14 Fächern Themen immer nur anzureißen, kann man hier – wenn man sich darauf einlässt – sehr tief in die Themen eintauchen. So zum Beispiel hat man für Biologie wöchentlich nicht nur zwei Schulstunden Zeit, sondern meist über sechs pro Woche. Das Plus an Zeit ermöglicht dann auch wöchentliche Exkursionen zum Strand, um sich dort dann die Biodiversität der Küstenregion um Noosa anzusehen.

Auch ein viel wissenschaftlicheres Arbeiten ist möglich. So mussten wir in Australien schon nach vier Wochen einen 2.000 Wörter Bericht über ein von uns gewähltes Thema der Meeresbiologie schreiben. Das war eine gute Übung, um das richtige Zitieren von Textstellen oder das Evaluieren von Statistiken und Forschungsergebnissen zu lernen oder auch so einfache Dinge wie das Strukturieren eines wissenschaftlichen Artikels. Am Anfang war ich mit der Aufgabe schon etwas überfordert. Immerhin sollten es 2.000 Wörter auf Englisch werden. Aber auch hier waren wieder alle Australier sehr freundlich und hilfsbereit. Neben Meeres-Biologie habe ich auch noch die praktischen Fächer „Furnishing“ (Einrichtung) und „Engineering“ (Technik) gewählt. Beide haben das Ziel, dem Schüler praktische Fähigkeiten im Umgang mit Werkzeug oder Schweißgerät zu vermitteln, also ganz klar Dinge, die einen im Leben weiterbringen.

Genau deshalb habe ich diese Fächer auch gewählt. So bauen, schweißen und feilen wir in Engineering zum Beispiel gerade ein Auto zusammen. Ja, richtig gelesen, ein AUTO, mit dem wir am Ende auch noch ein Rennen gegen andere australische Schulen fahren, die das gleiche Projekt haben. Was in Deutschland unmöglich scheint, ist in Australien völlig normal. Damit das ganze auch sicher abläuft, wird natürlich nicht jedem International ein Schweißgerät in die Hand gedrückt, noch wird er mit gefährlichen Maschinen in Berührung gebracht. Wer etwas praktisch machen möchte, muss vorher erst einmal die Theorie verstanden haben. Deshalb haben wir Internationals, die Engineering gewählt haben, uns die letzten Wochen durch zahlreiche Texte gelesen, Videos angesehen und Tests geschrieben. Bis man dann endlich an sein erstes Werkstück darf, ein sehr kleines Metallstück, um mit dem genauen Abmessen, Feilen und Bohren vertraut zu werden. Nach den ersten zwei Monaten stehen wir jetzt endlich vor unseren ersten Schweißversuchen. Im anderen praktischen Fach „Furnishing“ ging es da schon etwas schneller. Schon nach wenigen Stunden haben wir alle unser Holz zurechtgeschnitten und arbeiten jetzt an einem kleinen Wandschrank. Auch hier kommt man wieder in Berührung mit vielen scheinbar unbekannten Werkzeugen wie bspw. dem Holzmeißel, mit dem wir hier viel arbeiten. Und heute kann ich sagen, es war die völlig richtige Entscheidung diese Fächer zu wählen. Gerade mir als Segelflieger bringt es sehr viel, den Umgang mit Holz oder Metall zu erlernen. Denn auf einem Flugplatz gibt es immer etwas zu reparieren, und oft braucht man dann auch das Schweißgerät.

Trotz all dem Spaß gibt es aber auch die verpflichtenden Fächer: Englisch und Mathe. Dabei ist der Englisch-Unterricht stark an uns Internationals angepasst. Wir sind zusammen eine große Klasse und behandeln anstatt Shakespeares Hamlet, Gedichte der indigenen Dichterin Oodgeroo Noonuccal. Dazu kommen dann noch gelegentliche Sprech- und Schreibtrainings, welche einen Australier natürlich unterfordern würden. Unterfordert ist man im australischen A-Kurs Mathe (höheres Niveau) auf keinen Fall, der Lehrer behandelt hier Aufgabe für Aufgabe in einem ordentlichen Tempo.

Ich habe mal meinen (deutschen) Mathelehrer gefragt, ob sich die Themen aus unserem Unterricht mit denen aus Deutschland überschneiden. Dabei habe ich herausgefunden, wir behandeln schon jetzt die Kernthemen der 11. Klasse in Deutschland und stoßen mit den verketteten Funktionen schon in die Oberstufe vor. Für mich ist das eigentlich sogar eine Erleichterung, weil ich die Themen sonst in Eigenarbeit nachholen müsste. Doch auch hier gilt, wenn man mal etwas nicht versteht, ist das kein Problem, die Lehrer helfen gerne und es gibt sogar kostenlose Nachhilfe, einmal wöchentlich. Nach zehn Wochen australischer Schule freue ich mich jetzt aber schon auf die Frühlingsferien, denn auch die australische Schule kann anstrengend sein. Doch bei all dem überwiegt eigentlich der Spaß, etwas Neues zu lernen, das man gebrauchen kann. Um zur These am Anfang zurück zu kommen: ich kann nur sagen, der Besuch einer australischen Schule bringt mich/dich weiter. Es gibt so viele verschiedene Fächer, so dass jeder nach seinen Interessen etwas findet und auf jeden Fall auch neben dem Englisch noch etwas fürs Leben lernt.

Maximilian ist für ein Jahr an der Sunshine Beach State High School in Noosa, Sunshine Coast, Queensland

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Maja

Australien gibt einem wirklich ein unbeschreiblich tolles Gefühl. Jeder Tag fängt bei mir mit Sonnenstrahlen im Gesicht an, da steht man doch gleich viel leichter auf. Sobald ich das Haus verlasse, spüre ich das angenehme Klima an meiner Haut. Obwohl zur Zeit Winter ist, ist es sehr angenehm.

Nun ist der August, mein erster voller Monat, schon zu Ende und war wirklich sehr aufregend. Ich habe mich schon komplett an das australische Leben gewöhnt und kann es mir nur noch schwach vorstellen, wie mein Leben in Deutschland ist. Ich kenne mich inzwischen in meiner Umgebung sehr gut aus, ich fahre überall mit dem Fahrrad hin, und dadurch, dass ich mich in den ersten Wochen öfters mal verirrt habe, kenne ich mich jetzt um so besser aus.

Das Schulleben in Australien macht mir sogar richtig Spaß. Die Schüler hier sind keinem so großen Druck ausgesetzt und haben wirklich ein tolles Verhältnis zu ihren Lehrern. Im Vergleich zu dem deutschen Schulsystem lernen die Kinder hier wirklich Dinge, die sie interessieren und die sie in ihrem späteren Beruf weiterbringen.

Mein absolutes Lieblingsfach ist Aquatics Pursuits, was für uns bedeutet: Surfunterricht. Es ist wirklich unglaublich, dass das wirklich ein Schulfach ist. Ich erlebe so viel in diesem Fach und fühle mich, als würde ich der australischen Kultur dadurch immer näherkommen. Alle Menschen hier sind so kontaktfreudig und offen. Wenn ich zum Beispiel joggen gehe, werde ich von fast jeder Person gegrüßt und angelächelt, das gibt einem wirklich ein gutes Gefühl.

Meine Gastfamilie ist mir inzwischen schon ans Herz gewachsen und hat mir schon ein paar Orte gezeigt wie bspw. den Noosa National Park, welcher umwerfend schön ist. Ich habe nun auch meinen festen Freundeskreis gefunden, vier italienische Mädchen und eine Gruppe Australier. Wie ich am Anfang schon erwähnt hatte, ist das Klima angenehm im Winter hier, es hat in den ganzen acht Wochen nur zwei Mal geregnet, und selbst dann war es noch schön. Das Meer ist noch ein wenig frisch, aber man kann auf jeden Fall schon rein gehen.

Nun freue ich mich auf eine weitere mega tolle Zeit und auf das heiße Wetter, das in den nächsten Monaten ansteht.

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Maximilian

30 Tage liegen jetzt schon hinter mir, es waren die wahrscheinlich aufregendsten seit langem. Es ist wirklich unglaublich, wie gut ich mich hier nach nur 30 Tagen eingelebt habe. Ich habe mich so langsam an den australischen Alltag gewöhnt, bin in der Schule angekommen und auch das Englisch sprechen wird immer flüssiger. Wie gesagt, ich hätte nie gedacht, dass sich dieses so ferne Australien schon nach einem Monat so nah anfühlen kann. Es ist wirklich schön, jetzt auf meine ersten dreißig Tage zurück zu blicken, denn langweilig war es nie.

Angefangen hat alles mit meiner Ankunft bei meiner Gastfamilie vor einem Monat. Dieser eine Moment, in dem man auf einmal das Haus, die Gastfamilie und die Landschaft sieht, war für mich der aufregendste meiner bisherigen Reise. Denn auf das erste Treffen kann man sich einfach nicht richtig vorbereiten. Noch schwieriger wird das ganze, wenn man zuvor einen 24 Stunden Flug-Tag hinter sich hat. Ich wusste überhaupt nicht, was mich erwarten würde, wie meine Gastgeschenke ankommen oder wie der erste Eindruck von mir ist. Doch ich wurde positiv überrascht. Heute kann ich sagen, ich bin sehr zufrieden mit meiner Gastfamilie.

Ich habe eine freundliche Gastmutter, die jeden Tag meistens frisch, aber immer gut und gesund kocht. Damit hat sie auf jeden Fall eine meiner Befürchtungen ausgeräumt, nämlich ungesunde fettige Fleischmassen mit Käseüberzug. Doch das findet man hier wirklich sehr selten. Zwar lieben die Australier ihr Nationalgericht BBQ, grillen aber nicht jeden Tag. Viel mehr ist meine Gastfamilie auch daran interessiert, was wir in anderen Ländern gerne essen. Sowohl ich als auch mein italienischer Gastbruder sollten jeweils ein Gericht aus unseren Heimatländern kochen. Für mich war das eigentlich kein Problem, da ich schon in Deutschland geübt hatte Käsespätzle zu kochen.

Es war wirklich eine sehr gute Idee, bei den Gastgeschenken nicht nur auf materielle Dinge zu setzen. Denn wenn ich ehrlich bin: das deutsche Kochbuch auf Englisch, das ich geschenkt habe, wartet noch auf seinen ersten Einsatz. Dafür wird aber die Kochschürze mit Blumenmustern gerne genutzt und auch die Schokolade kam gut an. Am besten kamen aber meine selbst gekochten Käsespätzle an. Ich kann es deshalb auch nur empfehlen, zum Beispiel ein deutsches Gericht kochen zu lernen. Denn am Ende steht ein toller Abend mit der Gastfamilie, der zumindest bei mir dazu geführt hat, dass meine Gastfamilie nicht nur zu Käsespätzle-Fans geworden ist, sondern wir uns auch besser kennengelernt haben. Auch mein italienischer Gastbruder schaffte es, mit seinen Spaghetti Carbonara für einen kulinarischen Austausch zu sorgen.

In den nächsten Tagen haben wir uns dann mit unserer neuen Heimat Noosa vertraut gemacht. Wir haben eine lange Wanderung durch den Noosa National Park gemacht, dabei leider keinen Koala gesehen, dafür aber viele hier heimische Brush-Turkey, und viele Fotos von der sehenswerten Natur Noosas gemacht. Am Abend sind wir dann noch zu einem Aussichtspunkt gefahren, um uns den wunderschönen Sonnenuntergang über dem Meer anzusehen.

Nach unserem ersten Wochenende in Australien hat dann auch schon die Schule an der Sunshine Beach State High School  angefangen. Eine sehr große Schule, auf deren Gelände man sich einfach verlaufen kann. An unserem ersten Schultag wurden wir aber ganz herzlich als Internationals von der Schulleitung begrüßt, und zum besseren Kennenlernen hatte die Schule ein Buffet mit Wraps, Burgern und vielem mehr vorbereitet. Um uns nicht zu verlaufen haben wir dann auch alle einen Plan von der Schule bekommen. Ich habe mich mit den anderen Internationals über die Gastfamilie, das erste Wochenende oder Pläne für den Aufenthalt in Australien ausgetauscht. Der Kontakt zu den anderen Internationals, unter denen viele verschiedene Nationen vertreten sind, war nicht schwer.

Danach stand das Wählen der Fächer an, ich wusste zwar schon, was ich wählen wollte, am Ende musste ich mich aufgrund sich überschneidender Fächerblöcke aber ein bisschen spontan entscheiden. Nach einem Monat kann ich aber sagen, dass ich mit meiner Fächerwahl sehr zufrieden bin. Es gibt ein vielseitiges Fächerangebot, bei dem jeder nach seinen Interessen etwas findet, das er in seinem Heimatland vielleicht nicht machen kann.

Insgesamt waren meine ersten Tage in Australien aufregend und eindrucksvoll und auf jeden Fall sehr schön. Es macht Spaß hier zu sein, und das liegt für mich vor allem an zwei Dingen: es ist wirklich toll, egal wen man in Australien trifft, egal wo man ist, die Menschen sind immer freundlich und gut gelaunt. Auch das Wetter ist so gut, dass ich sowohl meine langen Hosen als auch meine Regenjacke noch nicht gebraucht habe. Abschließend kann ich auf jeden Fall sagen, dass sich der erste Monat in Australien gelohnt hat, und dass ich mich auf weitere elf Monate hier freue.

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