CorneliusDie letzte Stunde Unterricht in Deutschland, der letzte Döner. Alle Sachen und Utensilien zusammensuchen, von denen ich dachte, dass ich sie im kommenden Jahr brauchen würde. Erst scherzte ich noch, bis es dann hieß: das vorerst letzte Mal in meinem Bett schlafen, nur noch einmal Frühstücken und der Abschied von meinen Eltern. Bevor ich noch weiter darüber nachdenken konnte, trafen sich alle Austauschschüler in der Abflughalle, es ging zur Passkontrolle und ich saß in einem gigantischen Flugzeug in Richtung Australien.

Das Flugzeug landete in Dubai zwischen, und ich hatte zwei Stunden Aufenthalt. Es wurde mir erst richtig klar, wie weit ich jetzt schon von Zuhause entfernt bin, als ich im zweiten Flug nach Brisbane Wüsten unter mir erblickte. Ich kannte Wüsten vorher nur aus Dokumentationsfilmen oder aus dem Internet, nun flog ich darüber hinweg auf einen anderen Kontinent.

Aufgrund dieser Entfernung kamen mir dann Gedanken in den Kopf wie: War es die richtige Entscheidung, diesen Austausch zu machen? Warum mach ich das überhaupt? Ich konnte deswegen auf dem Flug kaum schlafen.

Diese bösen Gedanken und Bedenken verflogen wieder, als ich am Flughafen meine Gastmutter traf …

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LillyMein großes Abenteuer startete am 10.07.2019 zu Hause in Krefeld, wo ich mich von all meinen Freunden verabschiedet habe. Dann ging es weiter nach Koblenz, wo ich meinen Großeltern tschüss gesagt habe. Danach fuhren wir weiter zum Flughafen nach Frankfurt. Meine Tante kam auch noch dazu, um sich von mir zu verabschieden.

Mit ein paar Tränen, vielen Erinnerungen und einer großen Gruppe aufgeregter Jugendlichen stieg ich dann endlich in den Flieger. Ich war sehr aufgeregt, aber konnte das alles auch noch nicht wirklich glauben, da es immer so weit weg schien. Und jetzt auf einmal war der Tag gekommen, wo es los ging.

Nach ungefähr zwei Tagen fliegen kamen wir am Freitag morgen in Brisbane an. Ich bin schon oft und auch lange geflogen, aber dieser Flug war doch nochmal anders. Als wir ankamen, waren alle müde und aufgeregt zugleich, da man jetzt zu seiner Gastfamilie gefahren wurde. Nach ungefähr zwei Stunden Fahrt erreichte unser Auto eine kleine Straße an der Sunshine Coast in der Stadt Caloundra, fuhr hinein, wendete und hielt an. Ich stieg aus dem Auto raus, wollte meinen Koffer rausheben, aber da kam mir schon ein älterer Mann zu Hilfe, welcher offensichtlich direkt gegenüber wohnt. Es stellte sich heraus, dass er mein Gastvater war.

Nachdem wir uns begrüßt hatten, zeigte er mir das Haus und mein Zimmer. Ich packte meinen Koffer aus und danach ging ich zum Strand. Ich war immer noch so überwältigt von all den neuen Eindrücken, dass ich gar nicht an Heimweh denken konnte. Doch am nächsten Tag fing ich an zu realisieren, dass ich jetzt hier in Australien für eine längere Zeit bin und nicht zu Hause. Ich hatte dolles Heimweh in den ersten paar Tagen und habe immer noch Heimweh, aber als ich dann am Montag in die Schule ging, wurde es schon besser, da ich total abgelenkt war.

Die Schule ist ganz anders im Vergleich zu der in Deutschland. Die Lehrer sind viel entspannter und auch der Unterricht an sich ist einfacher als zu Hause. In der Schule habe ich zwei sehr nette Mädchen aus Chile kennengelernt, mit denen ich mich nach der Schule treffe, um an den Strand zu gehen.

Generell wird uns viel zur Verfügung gestellt, was wir in der Freizeit oder an Ausflügen machen wollen. Zum Beispiel werde ich ab nächsten Sonntag jede Woche am Surfunterricht teilnehmen. Außerdem können wir auch an einem Tag einen Ausflug zu Fraser Island machen, welches ein bekanntest Reiseziel für Australien ist. Dies wird uns von der Schule angeboten und steht allen Internationals, heißt allen Schülern/-innen zur Verfügung, die aus anderen Ländern kommen. Man lernt somit viel mehr Menschen aus ferneren Ländern oder Kontinenten kennen, mit denen man dann lange und gute Freundschaften schließen kann.

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Maximilian… etwa 15.000 Kilometer von zuhause entfernt. So richtig kann ich das jetzt an meinem zweiten Tag in Noosa noch nicht glauben. Es wirkt alles so unwirklich. Ich habe es, glaube ich, immer noch nicht realisiert, dass ich hier für ein ganzes Jahr bleiben werde. Auch an meinen letzten Tagen in Deutschland war ich nie wirklich aufgeregt, es ist immer ein Gefühl wie kurz vor dem Urlaub gewesen.

Trotzdem waren diese letzten Tage in Deutschland etwas stressig. Ich habe mich wirklich angestrengt nichts zu vergessen, und es gab wirklich viele Dinge, die ich hätte vergessen können. Deshalb habe ich mir fast jeden Tag eine „To-do Liste“ geschrieben mit Dingen, die ich noch erledigen muss. Da standen dann oft Sachen drauf, die ich unbedingt noch kaufen musste oder die ich noch ausdrucken oder ausfüllen musste. Es ist nur zu empfehlen, sich einen guten Plan für die Organisation des Auslandsjahres zu machen, weil sonst droht man vom vielen Papierkram erschlagen zu werden. Ich glaube, ich kann es gerade meiner guten Planung und meinen Eltern verdanken, dass mir bis jetzt an meinem zweiten Tag in Noosa noch nichts aufgefallen ist, was ich vergessen habe. Zu all diesen wichtigen Unterlagen und dem Koffer kommen auch noch sehr viele Verabschiedungen und letzte Treffen, für die man sich am besten im Voraus viel Zeit einplant.

Ich selbst hatte doch relativ wenig Zeit zum Packen und Verabschieden, denn erst am 3. Juli haben wir in der Schule Ferien bekommen und schon am 10. Juli sind wir als Gruppe in Frankfurt losgeflogen. Ich fand es deshalb auch etwas schade, dass meine Lehrer so sauer reagiert haben, als ich mir den ein oder anderen Tag in den letzten zwei Wochen vor den Ferien frei genommen habe (natürlich krankheitsbedingt). Zumindest verpasst habe ich nichts. An den meisten dieser Tage hatten die Lehrer nämlich selbst keine Lust auf Unterricht und haben lieber den Filmwagen ins Klassenzimmer geschoben, als sich selbst noch einmal vor die Klasse zu stellen.

Zum Glück war die Schule dann aber endlich vorbei und ich hatte meine Abschiedsparty. Drei meiner Freunde, die die Schule nach der 10. Klasse wechseln werden, und ich haben zusammen unseren Abschied auf dem Grillplatz meines Dorfes gefeiert. Es war eine großartige Party und eines der letzten Male Alkohol vor Australien. Am Tag darauf haben zwei weitere Freundinnen aus meiner Klasse ihren Abschied vor ihrem Auslandsjahr gefeiert, doch ihre Feier übertraf unsere in ganzer Linie. Mit fast 80 eingeladenen Personen haben wir bis spät in die Nacht am Lagerfeuer gesessen. An meinen letzten Tagen hat sich dann auch meine Familie beim gemeinsamen Grillen und Kaffeetrinken verabschiedet, bis es dann am 10. Juli mit dem Zug nach Frankfurt zum Flughafen ging.

Das Aufeinandertreffen mit den anderen Austauschschülern war dann schon der aufregendste Moment der letzten Tage. Wir alle hatten uns noch nie vorher getroffen und es dauerte ein bisschen, bis die ersten sich trauten, ein Gespräch zu beginnen. Doch bei unserer Ankunft in Australien hatten die meisten schon neue Freunde gefunden, mit denen sie in Australien in Kontakt bleiben wollten. Auch der eigentliche Flug war für die meisten kein Problem. Das Entertainment Programm sowie das Essen waren sehr gut. Ich kann es nur empfehlen, einen Platz am Gang zu buchen, um immer die Möglichkeit zu haben, mal kurz aufzustehen und sich die Beine zu vertreten. Trotzdem sind die Stunden nicht wie im Flug vergangen. Für mich zum Beispiel war auf beiden Flügen Schlafen ein Problem, und ich bin deshalb auch unfassbar müde in Brisbane gelandet. Doch das alles hat meine Vorfreude endlich anzukommen nur erhöht, und ich bin sehr glücklich, bei meiner Gastfamilie angekommen zu sein. Ich hoffe euch hat das Lesen gefallen …

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MajaNach langer Aufregung und Spannung kam meine Reise nach Australien immer näher. So richtig bewusst wurde es mir am Samstag, den 6.Juli 2019, an dem meine Schwestern mir eine sehr große und gelungene Abschiedsparty organisiert haben.

Es war eine Überraschungsparty. Ich war am Samstag noch arbeiten, und bis ich zuhause unter die Dusche gesprungen bin, hatte ich keine Ahnung, warum zuhause alle so hibbelig waren. Als ich mit dem Duschen fertig war ist mir plötzlich ein Licht aufgegangen, und ich hatte eine starke Vermutung. Ich kam runter auf unseren Vorplatz und dort standen viele meiner Freunde, die mich herzlichst begrüßt haben. Dann gingen wir alle nebenan in das alte Haus meiner Tante, das in der nächsten Zeit abgerissen werden soll. Sobald ich zur Tür rein kam fiel mir die Kinnlade runter und wollte nicht mehr zugehen, überall hingen Australien-Girlanden und -Flaggen, die Wände haben sie wunderschön bemalt, und auf dem Balkon standen plötzlich noch mehr meiner Freunde. Ich war wirklich sehr gerührt und glücklich, was meine Schwestern da drinnen alles auf die Beine gestellt haben. Die Party war sehr gelungen und ich konnte mich wirklich von jedem verabschieden.

Dienstagabend hat meine Mutter ein Familienessen nach meinem Wunsch gekocht und ich habe mich von allen Familienmitgliedern verabschiedet, die nicht mit zum Flughafen gekommen sind.

Am Mittwoch, den 10. Juli 2019 begann meine 9-monatige Reise an die Sunshine Coast in Australien … Ich war wirklich sehr aufgeregt und meine Gefühle waren sehr gemischt. Einerseits habe ich mich wirklich sehr gefreut, dass es endlich losgeht und meine Spannung ist gestiegen, andererseits wurde mir so langsam bewusst, dass ich mich jetzt von meiner Familie verabschieden muss. Am Flughafen sind ein paar Tränen geflossen beim Abschied, aber sobald ich durch den Sicherheitscheck durch bin hat sich alles so richtig wahr angefühlt und ich war sehr glücklich. Ich bin mit einem anderen Mädchen aus München zusammen von München nach Frankfurt geflogen und habe somit schon meine erste Freundschaft geschlossen. In Frankfurt hatten wir 7 Stunden Zeit, bis die anderen Mitreisenden unserer Organisation kamen und wir um 22:20 Uhr unseren Gruppenflug nach Dubai antreten konnten.

Der Flug nach Dubai dauerte 6,5 Stunden und wir sind mit Emirates geflogen. Da ich noch nie so lange geflogen bin, war ich sehr überrascht, wie groß und schön dieses Flugzeug war. In Dubai hatten wir 4 Stunden Aufenthalt, da haben wir gefrühstückt und uns die Beine vertreten. Weiter ging es dann nach Brisbane, und dieser Flug war eindeutig der härteste für uns alle, da wir 14 Stunden geflogen sind und es nicht sehr einfach war zu schlafen im Flugzeug. In Brisbane angekommen wurden wir alle auf verschiedene Busse aufgeteilt, je nachdem auf welche Schule man gehen wird.

Als ich bei meiner Gastfamilie angekommen bin wurde ich sehr nett begrüßt und habe mich eigentlich gleich sehr gut mit meiner kleinen Gastschwester und meiner Gastmutter verstanden. Bis jetzt bin ich wunschlos glücklich und freue mich auf eine tolle Zeit hier in Down Under.

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