Australien fühlt sich für mich wie ein zweites Zuhause an

Lotta ist von Januar bis Juli 2026 an der Victor Harbor High School, South Australia

Lotta
Lotta in Adelaide
Lottas Surfboard
Lottas Surfboard

Hey, ich bin Lotta und mittlerweile ist die Hälfte meines Auslandaufenthaltes in Australien vorbei. Seit dem 25. Januar bin ich jetzt schon bei meiner Gastfamilie in Victor Harbor, Südaustralien. Ich bin zwar vorher mit meinen Eltern durch Australien, Neuseeland und Französisch-Polynesien gereist und dadurch wahrscheinlich noch mehr an Australien gewohnt, weil ich schon seit September nicht mehr in Deutschland bin, aber hier zu leben, ist schon noch mal ganz anders.

Australien fühlt sich für mich wie ein zweites Zuhause an, weil ich mich hier so unglaublich wohl fühle und meine Routine schon fest eingearbeitet habe. Ich bin mir sicher, dazu kommt auch, dass ich in meiner Kindheit bereits drei Mal für längere Zeit in Australien war. Aber auf der anderen Seite fühlt sich dieses Land auch wie eine andere Welt an, ganz anders als die Länder, die ich bis jetzt bereist habe. Ich habe jetzt Freunde hier, kenne und liebe die Gegend und habe meine gewohnten Abläufe. Es ist nicht in Worte zu fassen, wie schnell die Zeit vergeht. Wenn ich könnte, würde ich sehr gerne hier für mehrere Jahre leben. Und es war auch definitiv nicht das letzte Mal, dass ich in Australien war. Den australischen Lifestyle habe ich schon nach drei Monaten so verinnerlicht, dass ich gar nicht glauben will, dass nach weiteren drei Monaten alles schon vorbei ist. Es ist so ein bittersüßes Gefühl zu wissen, dass ich bald wieder nach Hause fliegen muss – einerseits freue ich mich auf meine Familie und Freunde, deutschen Gewohnheiten und das Essen, aber andererseits ist es auch sehr schwer zu verstehen, dass mein Auslandsjahr dann vorbei ist.

Mein Alltag sieht normalerweise so aus, dass ich Schule bis 15:15 Uhr habe. Meine Fächer beinhalten sehr viel Outdoor- und Meer Aktivitäten und der Unterricht ist hier viel entspannter gestaltet als in Deutschland – dann surfe ich so viel ich kann, gehe hin und wieder joggen, spiele Klavier, verbringe Zeit mit meiner Gastfamilie und meinen Freunden und genieße die Natur und Sonne hier. Was natürlich auch nochmal super ist, ist unser Home-Cinema, weil das schon ziemlich nah an eine Kinoexperience kommt, aber viel gemütlicher. Unsere Haustiere hab ich auch total lieb gewonnen.

Selbst im australischen Herbst/Winter ist es noch angenehm warm. Seit ein paar Wochen habe ich sogar endlich mein eigenes Surfboard – Surfen ist definitiv eine der Sachen, die ich unglaublich vermissen werde, weil selbst wenn man mal keinen großen Erfolg hat, ist dieses Gefühl, auf dem Meer zu sein, unglaublich. In Aquatics habe ich dieses Term auch surfen, was mich sehr freut, und in Marine studies machen wir jetzt einen Speedbootführerschein.

Es ist so schön, hier zu leben und das unsichere Gefühl vom Anfang ist komplett weg. Ich hoffe so sehr, dass die restliche Zeit echt langsam vergeht. Selbst drei Monate, die jetzt vorbei sind, sind schon super, um das australische Leben kennenzulernen. Aber wenn man länger hier bleiben kann, ist es auf jeden Fall ein zusätzlicher Gewinn.