Nun ist genau die Hälfe meines Australienaufenthaltes vorbei und ich kann es kaum glauben. Die Zeit ist wirklich wie im Flug vergangen und ich habe so unglaublich viel erlebt.
Mittlerweile fühlen sich die Tage hier schon mehr alltäglich an als ganz am Anfang. Ich habe gut in meine neue Routine gefunden, sowohl in meiner Schule, der Pittwater High School, als auch außerhalb. Mit der Zeit ist alles ein bisschen weniger aufregend und ich fühle mich sicherer, weil ich genau weiß, wie meine Schultage hier aussehen, dass ich eine sehr nette Freundesgruppe gefunden habe, mit denen ich meine Pausen und meine Freizeit verbringe, und sich einfach alles mehr eingespielt hat. Dennoch ist jeder einzelne Tag hier besonders und ich bin unglaublich froh, hier zu sein.
Auch an das Schulsystem habe ich mich mittlerweile sehr gut gewöhnt. Hier ist die Schule so viel entspannter als in Deutschland und man hat so viele verschiedene Möglichkeiten, was die Fächerwahl betrifft. Mir gefällt hier vor allem, dass man so viel praktisch arbeitet. Zum Beispiel in meinem IT Timber Unterricht habe ich letztens meinen ersten Dovetail (Schwalbenschwanz) selbst gemacht. Das ist eine klassische Art, zwei Holzteile miteinander zu verbinden.
Außerdem ist die Benotung hier viel entspannter als in Deutschland. Ich musste bisher nur zwei Arbeiten schreiben: eine in Mathe und eine in Englisch und beide waren um einiges einfacher als das, was ich von zuhause gewohnt bin.
Nach der Schule bin ich bisher fast immer an den Strand gegangen. Ich finde es einfach unglaublich toll, diese Möglichkeit zu haben und auch, dass das Wetter hier selbst im Herbst noch warm genug ist, um ins Meer gehen zu können. Das ist auch mit ein Grund, weshalb ich unglaublich froh bin, diese Gegend ausgesucht zu haben. Man hat hier einfach die perfekte Mischung aus Strand und Stadt: Unter der Woche, wenn nach der Schule nicht mehr ganz so viel Zeit ist, kann man an den Strand und am Wochenende die Stadt erkunden und immer wieder neue Sachen entdecken.
Zum Beispiel die vielen verschiedenen Märkte. In Sydney verteilt gibt es so viele unterschiedliche Märkte, wo ich sehr gerne mit Freunden meine Zeit verbringe. Erst vor ein paar Wochen war ich wieder mit einer Freundin auf einem sehr traditionellen Markt und wir haben Kängurufleisch probiert, was auf jeden Fall Teil meiner Bucket List war.
Auch ein sehr großer Wunsch von mir, der jetzt während der Ferien in Erfüllung gegangen ist, war es, einmal Surfen auszuprobieren. Dafür bin ich mit einer Freundin von mir an den wunderschönen Manly Beach gefahren und zusammen haben wir dort unsere erste Surfstunde absolviert. Wir hatten zwei großartige Trainer, die uns sehr geholfen haben, weshalb wir sehr schnell kleine Erfolgserlebnisse spüren konnten. Das hat so einen unglaublichen Spaß gemacht und ich kann wirklich jedem empfehlen, das auszuprobieren.
Was ich hier auch sehr schätze, ist die Natur. Eigentlich bin ich echt nicht der Wandertyp, aber hier kann ich einfach nicht anders, als dauernd irgendwelche neuen Wege zu laufen und die unglaubliche Natur zu bewundern. Ich war beispielsweise an den Klippen der Dover Heights, habe mir den Hornby Leuchtturm und den von dort grandiosen Blick angeschaut und habe den Sonnenaufgang am Palm Beach angeschaut. Ein absolutes Highlight.










